Drei Personen bei Unfall verletzt

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Anger - An dem Anhänger eines Pick-Up's platzten am Donnerstag die Reifen. In dem daraus resultierenden Stau kam es zu einem weiteren Unfall.**Erstmeldung mit Fotos**

Am Donnerstag, den 29.03.2012, gegen 13.30 Uhr, fuhr ein 59-jähriger Halleiner mit seinem Pick-Up und Anhänger auf der A8 in Richtung Salzburg. Auf Höhe der Behelfsausfahrt Anger platzten an dem neuen Anhänger auf der linken Seite beide Reifen der Tandemachse, weil der 59-Jährige vermutlich zuviel Luft in die Reifen gepumpt hatte.

Hierdurch kam das Gespann ins Schleudern, touchierte links und rechts die Leitplanke und verlor anschließend die auf dem Hänger verladenen Bretter. Der 59-Jährige konnte sein Fahrzeug anhalten und blieb unverletzt. Die Bretter hatten sich über die komplette Fahrbahn verteilt und behinderten den nachfolgenden Verkehr. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich ein Stau gebildet.

Das Stauende übersah ein 60-jähriger in Deutschland lebender Kroate, der mit seiner 66-jährigen Lebensgefährtin in einem Mercedes unterwegs war. Er fuhr zwischen den beiden Fahrstreifen auf das Heck eines stehenden slowenischen Sattelzugs sowie auf den Pkw eines 50-Jährigen aus Staudach auf. Dessen Volvo wurde durch den Aufprall auf der Überholspur noch minimal auf das Heck eines davor stehenden Österreichers aufgeschoben.

Während der Pick-Up-Fahrer bereits seine Bretter von der Fahrbahn entfernt hatte und dort der Verkehr wieder fließen konnte, war nun durch den weiteren Unfall die Fahrbahn wiederum komplett blockiert. Die Insassen des Mercedes wurden leicht verletzt und wurde von einer im Stau stehenden Rettungsassistentin bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts betreut. Mit Verdacht auf Schock und Schleudertrauma wurden sie vorsorglich ins Krankenhaus nach Bad Reichenhall gebracht.

Die im Volvo auf der Rückbank sitzende elfjährige Tochter des Fahrers klagte infolge des Unfalls über leichte Kopfschmerzen, blieb aber ansonsten unverletzt.

Beide Pkw wurden abgeschleppt. Am Mercedes entstand Totalschaden in Höhe von 3000 Euro. Am Volvo sowie Sattelzug entstand Sachschaden von insgesamt 10.000 Euro.

Während der Unfallaufnahme konnte der Verkehr nur einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden, weshalb es bis ca. 15 Uhr zu erheblichen Behinderungen in Richtung Süden kam.

Beim Unfall des Pick-Up entstand an den Leitplanken sowie dem Fahrzeug ein Schaden von ca. 2000 Euro. Gegen den Kroaten wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Da sich der am Unfall beteiligte Österreicher vom Unfallort entfernt hatte, ohne seine Personalien zu hinterlassen, mußte gegen ihn ein Strafverfahren wegen Unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet werden. Der slowenische Sattelzug konnte seine Fahrt nach provisorischer Reparatur fortsetzen.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

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