2011: Weniger Verletzte und Tote

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45 Einsatzkräfte von vier Feuerwehren waren bei diesem Unfall alarmiert und befreiten eine Frau.

Bad Reichenhall - Der Unfallbericht 2011 der Polizeiinspektion ergab einen Anstieg der Unfallzahlen, aber eine Abnahme bei den Verletzten und Toten.

Die Unfallzahlen im Dienstbereich der Polizeiinspektion Bad Reichenhall stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht an. Dagegen ist die Zahl der verletzten und getöteten Personen leicht gesunken. In Zahlen ergibt sich für 2011 folgendes Bild (in Klammern die Werte für 2010. Unfälle auf der Autobahn sind bei den Zahlen nicht enthalten):

Insgesamt mussten 864 (839) Unfälle aufgenommen werden, bei denen sich 62 (68) Personen schwer- und 159 (193) Personen leicht verletzten. Eine (drei) Person verstarb an den Unfallfolgen. Es war dies eine 69jährige Radfahrerin, die von einem rückwärtsfahrenden Pkw erfasst wurde, hinter dem sie abbiegen wollte.

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Die meisten Unfälle, nämlich 210, passierten im letzten Jahr beim Rückwärtsfahren, meist auf Parkplätzen. Da hierbei die Geschwindigkeit der Fahrzeuge oftmals nur sehr gering ist, wurden nur 9 Personen verletzt und eine Verkehrsteilnehmerin getötet (siehe oben). Die zweithäufigste Unfallursache war im letzten Jahr der zu geringe Sicherheitsabstand und die nicht angepasste, bzw. überhöhte Geschwindigkeit. Bei den beiden Unfallgruppen waren jeweils 118 Unfälle mit 68 Verletzten zu verzeichnen.

Folgenschwer sind auch Vorfahrtsverletzungen: Bei 85 Zusammenstößen wurden 44 Personen verletzt.

Die Zahl der Schulwegunfälle ist zwar leicht gestiegen, die Folgen hielten sich erfreulicherweise in Grenzen. Bei 4 Unfällen verletzten sich 5 Radfahrer und ein Fußgänger. Die Blessuren waren jedoch nur leichterer Natur.

2011 wurden der Polizei 216 Fälle von „Unfallflucht“ gemeldet. 77 mal konnte der Verursacher ermittelt werden. Gerade bei geringen Schäden gibt es fast keine Spuren, die zum Täter führen, so dass hier die Polizei vor allem auf Zeugenhinweise angewiesen, um den Geschädigten zu seinem Recht zu verhelfen.

Bei den angezeigten 35 Wildunfällen gab es nur Blechschäden.

Gestiegen ist auch die Zahl der Kraftfahrer, die unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursachten. Nach 17 Unfällen in 2010 waren es im abgelaufenen Jahr 22 Unfälle, bei denen die Polizisten bei einem Beteiligten Verdacht schöpften und eine Blutentnahme anordneten. Der traurige "Spitzenreiter" hatte 3,21 Promille Alkohol im Blut. Nur bei einem Unfall wurde eine Drogenbeeinflussung vermutet, was durch eine Blutprobe und anschließenden Untersuchung bestätigt wurde. Bei allgemeinen Verkehrskontrollen wurden weitere 3 Drogen- und 76 Alkoholfahrten aufgedeckt.

Unfälle in den fünf Gemeinden des Dienstbereiches

Der Fahrer dieses Renault wollte auf der B20 einen Linienbus überholen und übersah dabei einen entgegenkommenden Porsche.

Die meisten Unfälle wurden im Bereich der Großen Kreisstadt Bad Reichenhall registriert. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens ist auch das Unfallgeschehen hier besonders hoch. Genau 524 Unfälle mit 107 Verletzten und einer Getöteten hatten die Polizeibeamten zu bearbeiten. Auffällige Unfallhäufungen gab es auf der Staatsstraße 2101 im Bereich des Antoniberges (14 Unfälle) und auf der Umgehungsstraße im Bereich der Aral-Tankstelle (11). Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass auf Teilstrecken der Umgehungsstraße täglich mehr als 30 000 Kfz unterwegs sind. Nach wie vor unauffällig ist die Situation in Marzoll an der Einmündung der Tumpenstraße (Kreisstraße 4) in die Bundesstraße 21. Der errichtete Fahrbahnteiler sorgt hier für mehr Verkehrssicherheit. Nur 4 Unfälle waren im Jahr 2011 zu verzeichnen.

In der Gemeinde Piding ereigneten sich 127 Unfälle, bei denen 33 Personen verletzt wurden. Die Hälfte der Unfälle entfiel auf die B 20, wo der Abschnitt zwischen der Staatstraße nach Anger und der BAB-Ausfahrt besonders unfallträchtig ist: 6 Unfälle ereigneten sich an der Einmündung der Staatstraße 2103, neun im Bereich des Kreisverkehrs und 14 bei der Autobahnausfahrt-Nord.

Seit Jahren sind die Unfallzahlen in der Gemeinde Schneizlreuth rückläufig. Während es im Jahr 2001 noch 185 Unfälle zu verzeichnen gab, waren es im letzten Jahr nur 79 Unfälle mit 43 verletzten Personen. Dabei verteilen sich die Unfälle fast zu gleichen Teilen auf die Bundesstraße 305 (34) und die Bundesstraße 21 (39). Unfallhäufungen wurden auf der B 305 im Bereich „Gletschergarten“ und auf der B 21 zwischen dem Bodenberg und Schneizlreuth festgestellt.

In der Gemeinde Bayerisch Gmain sind die Zahlen leicht gestiegen, was vor allem auf die Unfälle auf der B 20 zurückzuführen ist. Hier hielt zwar die immer noch umstrittene Geschwindigkeitsbeschränkung am Hallthurmer Berg die Zahlen in Grenzen (10 Unfälle) jedoch stiegen auf der B 20 im Gemeindebereich die Unfälle von 22 auf 35. Insgesamt wurden in der Gemeinde 69 Unfällen gemeldet, bei denen 13 Verkehrsteilnehmer verletzt.

Die wenigsten Unfälle gab es 2011 in Anger, obwohl hier die Zahl der Unfälle und auch die Zahl der verletzten Personen angestiegen ist. Die Polizeibeamten fuhren zu 65 Unfällen (Vorjahr 50). 25 Personen (Vorjahr 14) musste ambulant oder stationär behandelt werden. Auffällige Straßenabschnitte sind allerdings nicht erkennbar.

Pressemeldung Polizeiinspektion Bad Reichenhall

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