Tunesier und Deutscher im Fahndungsnetz

Piding -  Bei mehreren Fahrzeugkontrollen konnte die Bundespolizei insgesamt drei Tunesier festnehmen. Sie versuchten illegal nach Deutschland einzuwandern. In einem Fall half ein Deutscher.

Die Bundespolizei hat am Sonntag, 3. April, zwei Tunesier beim Amtsgericht in Laufen vorgeführt. Obwohl die Männer erst am Tag zuvor nach Deutschland gekommen waren, ordnete der Richter zur Sicherung Ihrer Zurückschiebung die Haft an. Sie waren offenbar illegal über die A 8 nach Deutschland gebracht worden.

Freilassinger Bundespolizisten kontrollierten die Insassen eines Pkw mit deutschen Kennzeichen am Autobahnparkplatz Piding Nord. Der tunesische Fahrzeugführer und sein deutscher Beifahrer konnten sich ordnungsgemäß ausweisen. Die zwei Mitfahrer auf der Rückbank hingegen hatten keine Papiere dabei, mit welchen sie ihr Aufenthaltsrecht hätten nachweisen können. Es handelte sich nach eigenen Angaben um tunesische Staatsangehörige im Alter von 24 und 28 Jahren. Die Beamten gingen davon aus, dass die beiden von dem 27-jährigen Fahrer und seinem 38-jährigen Begleiter geschleust worden waren. Mit ihrer Festnahme fand die Fahrt der vier auf der Autobahn Richtung München jedenfalls ein unvorhergesehenes Ende.

Nach Rücksprache mit der Traunsteiner Staatsanwaltschaft musste der tunesische Fahrzeugführer zur Sicherung des anstehenden Strafverfahrens 350 Euro hinterlegen. Wie er, muss sich voraussichtlich auch sein deutscher Bekannter wegen Einschleusens von Ausländern verantworten. Ihre Fahrgäste zeigte die Bundespolizei wegen unerlaubter Einreise an und führte sie beim Laufener Amtsgericht vor. Der Richter ordnete ihre Zurückschiebungshaft an. Sie wurden in die Justizvollzugsanstalt Bernau eingeliefert. Von dort aus werden sie in nicht all zu ferner Zukunft das Land wieder verlassen müssen.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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