Bettelbande knöpft Trostberger 7000 Euro ab

Trostberg - Die Polizei warnt vor einer organisierten Bettelbande. In letzter Zeit waren die Bettler in Stadt und Umgebung auf "Beutezug".

In letzter Zeit traten wieder vermehrt Bettler osteuropäischer Herkunft in Trostberg und Umgebung auf. Es handelt sich dabei um organisierte Banden, welche häufig mit Fotos oder Pappkarten ausgestattet sind, auf denen Fotos von kleinen Kindern und Texte von Unglücksszenarien abgedruckt sind.

Erst in jüngster Vergangenheit musste ein 56-jähriger Trostberger am eigenen Leib feststellen, zu was diese Bettler in der Lage sind. Er wurde um fast 7000  Euro erleichtert. Zuerst klingelte eine mittelalte Osteuropäerin an seiner Tür und verlangte, nachdem er geöffnet hatte, von ihm eine Spende. In dem Glauben, etwas Gutes zu tun, holte er im Haus etwas Kleingeld. Doch zurück zur Tür schaffte er es schon nicht mehr, da stand die ihm völlig unbekannte Frau bereits neben ihm im Haus. Sie bemerkte sofort, dass er mehr Bargeld im Haus hatte und zog alle Register der Schauspielkunst, mit Weinen und dem ständigen Dahinstammeln von „Hilfe“ und „Doktor“, bis sie auf diese Art und Weise über 5000 Euro erbettelt hatte.

Erst dann ließ sie sich von dem Hausbewohner abweisen. Kaum hatte sie das Haus verlassen, verständigte sie offensichtlich ihre Kumpaninnen, denn eine Stunde später standen die nächsten zwei Frauen vor der Tür und baten ebenfalls um Geld. Zunächst versuchte der mit der Situation völlig überforderte Herr, die beiden Frauen wieder loszuwerden. Er ließ sich dann aber davon ablenken bzw. einwickeln, dass sie auf einmal nicht mehr um Geld, sondern um Wasser baten. Nachdem er ihnen jeweils ein Glas Wasser gebracht hatte, zeigten sie ihm ein Foto von einem kleinen Kind und bettelten erneut um Geld. Und so wurde er erneut um 1500 Euro erleichtert. Bis ihm bewusst wurde, dass er einer betrügerischen Bettelbande aufgesessen war, waren die Damen über alle Berge.

Die Polizei warnt an dieser Stelle vor solchen Banden. Sie treten in der Regel in kleinen Gruppen auf, sind zumeist osteuropäischer Herkunft und täuschen eine Notsituation oder eine Katastrophe, wie z.B. eine Überschwemmung im Heimatland etc. vor, um dadurch Mitleid zu erregen. Teilweise können sie auch sehr aufdringlich werden. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, dass sie die selben Objekte, an denen sie Erfolg hatten, immer wieder aufsuchen, zum Teil sogar markieren.

Pressemeldung Polizeiinspektion Trostberg

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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