61-jähriger Traunsteiner machte falsche Angaben

Gelogen! Der Überfall war nur vorgetäuscht

Traunstein - Am Donnerstag stürzte ein 61-Jähriger auf einem Gehweg. Nachfolgend gab er bei der Polizei an, er sei zudem von zwei Fremden zuerst geschlagen und anschließend beraubt worden. Nun stellte sich heraus, dass nichts davon der Wahrheit entspricht.

Am späten Abend des Donnerstag fand eine 29-jährige Krankenschwester eine 61-jährige männliche Person auf einem Gehweg liegend und im Gesicht blutend. Die Bergenerin leistete sofort Erste Hilfe und verständigte den Rettungsdienst.

Weil der Mann seine Verletzungen mit einem Überfall erklärte, wurde außerdem die Polizei dazu gerufen. Aufgrund der Schilderungen des Mannes bestand zunächst der Verdacht, ihm seien durch zwei unbekannte Männer etwa 40 Euro geraubt worden. Dazu sei ihm auch ins Gesicht geschlagen worden. Die Fahndung verlief ergebnislos.

Er hatte den Überfall nur erfunden

Bei den Ermittlungen ergaben sich Ungereimtheiten und schließlich gestand der Traunsteiner ein, dass er den Überfall erfunden hatte. Er hatte an dem Tag Geburtstag und war von verschiedenen Bekannten auf Getränke eingeladen worden. Schließlich war ihm auf dem Heimweg schwindelig geworden, so dass er stürzte und sich dabei Verletzungen im Gesicht zugezogen hat. 

Bei der Polizei hat sich außerdem auch ein Zeuge gemeldet, der die berichtigte Version des Vorfalls auch bestätigen konnte. Der Mann war in Wahrheit alleine unterwegs gewesen. Zum Glück hatte er sich bei dem Sturz nur leicht verletzt und wurde rechtzeitig gefunden, bevor er Unterkühlungen erleiden musste. Wegen Vortäuschen eines Raubes wird die Sache aber noch ein Fall für den Staatsanwalt werden.

Polizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser