Sicherheitsbericht der Polizeiinspektion Traunstein:

So viele Straftaten gab es in Traunstein

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Traunstein - 2.829 Straftaten - Das ist das Ergebnis der Kriminalstatisik der Polizeiinspektion Traunstein. Vor allem Wohnungseinbrüche kamen häufiger vor:

Der Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Traunstein umfasst die Große Kreisstadt Traunstein sowie die Gemeinden Siegsdorf, Surberg, Bergen, Grabenstätt, Vachendorf, Nußdorf und Chieming mit einer Fläche von 268 Quadratkilometern und fast 48.000 Einwohnern. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Traunstein im Jahr 2013 insgesamt 2.829 Straftaten registriert. Darin beinhaltet sind allerdings auch die von der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein, der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein und der Bundespolizei bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität (Schleierfahndung) vorwiegend auf der Autobahn festgestellten Delikte. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen leichten Rückgang von 71 Fällen bzw. 2,4 Prozent dar. Die Aufklärungsquote liegt mit 66,6 Prozent leicht unter der des Vorjahres (67,4 Prozent) und um 2,5 Prozent über dem Landesschnitt Bayerns (64,1 Prozent).

Im Jahr 2013 wurden insgesamt 1.649 Tatverdächtige ermittelt. Davon waren 1.232 Täter männlich und 417 weiblich. Es musste insgesamt gegen 152 Personen unter 18 Jahren ermittelt werden. Dabei waren 28 Tatverdächtige Kinder unter 14 Jahren und 124 Tatverdächtige Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. Von diesen Alterklassen werden vorwiegend Straftaten wie Diebstahl (29 Tatverdächtige), Körperverletzung ( 22 Tatverdächtige), Sachbeschädigung (22 Tatverdächtige) sowie Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz (43 Tatverdächtige) begangen. Rund ein Fünftel aller registrierten Straftaten (22 Prozent oder 602 Fälle) betrifft den Deliktsbereich Diebstahl. Dabei handelt es sich aber mehrheitlich um einfache Diebstähle (472 Fälle). Darin enthalten sind auch 97 Fälle von Ladendiebstahl.

Mehr Wohnungseinbrüche

Die Anzahl der für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung besonders bedeutenden Wohnungseinbruchsdiebstählen erhöhte sich von neun Fällen im Jahr 2012 auf zwölf Fälle im Jahr 2013. Wohnungseinbrüche haben sich zu einem bundesweit ansteigenden Phänomen entwickelt und ereignen sich wegen der früh einsetzenden Dämmerung bzw. Dunkelheit vermehrt im Winterhalbjahr.

Die Anzahl der registrierten Fahrraddiebstähle blieb mit 85 Fällen annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Die Aufklärungsquote beträgt dabei 16,5 Prozent und liegt somit deutlich über dem Wert im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd. Die Polizei möchte in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit der Fahrradregistrierung hinweisen. Durch diese wird die Wahrscheinlichkeit im Falle eines Diebstahls sein Fahrrad wiederzubekommen deutlich erhöht, da aufgefundene oder sichergestellte Fahrräder dem rechtmäßigenBesitzer besser zugeordnet werden können.

Einen weiteren großen Anteil von 538 Fällen bzw. 19 Prozent haben Vermögens- und Fälschungsdelikte an der Gesamtkriminalität. Dabei handelt es sich zu einem hohen Prozentsatz um die Delikte Warenbetrug oder Warenkreditbetrug, die hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Internet begangen werden. In die Kriminalitätsstatistik fließen Delikte dieser Art allerdings nur bedingt ein, da der Sitz des Täters und somit der Tatort oftmals im gesamten Bundesgebiet oder aber im Ausland liegt.

Die Anzahl der festgestellten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz hat sich im Vergleich zu 2012 (141 Fälle) auf 243 Fälle erhöht. Dies entspricht einem Zuwachs von 36,9 Prozent. Dieser Zuwachs lässt sich v.a. mit zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität durchgeführten Schwerpunktaktionen und dem daraus resultierenden erhöhtem Verfolgungsdruck erklären. So tragen die Beamten auch dazu bei, das hohe Dunkelfeld in diesem Bereich aufzuhellen.

Unter dem Begriff Rohheitsdelikte werden in der Kriminalstatistik Straftaten wie Raub, Körperverletzung, Bedrohung, Nötigung, Freiheitsberaubung und Nachstellung geführt. Im Jahr 2013 mussten insgesamt 360 solcher Straftaten verzeichnet werden. Den größten Teil nehmen dabei die Körperverletzungen mit 257 Fällen ein. Im Vergleich zum Vorjahr (298 Fälle) entspricht dies einem Rückgang von 13,8 Prozent. Erfreulich ist dabei die hohe Aufklärungsquote von 88,3 Prozent. Bei den Körperverletzungen spielt Alkohol eine große Rolle.

Insgesamt 40,1 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen standen bei der Tat unter Alkoholeinfluss. Unverändert hoch ist die Anzahl der Sachbeschädigungen mit 304 Fällen. Da sich diese Taten zumeist im Schutz der Dunkelheit ereignen und oftmals erst am nächsten Tag bei Tageslicht festgestellt werden, ist die Aufklärungsquote mit 23,4 Prozent leider sehr gering. Bei der Aufklärung von Sachbeschädigungen ist die Polizei dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Es wird gebeten entsprechende Wahrnehmungen unverzüglich der Polizei mitzuteilen.

Pressemitteilung Polizeiinspekton Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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