Verkehrskontrollen in Traunstein

Ohne Führerschein und viel zu schnell unterwegs: Temposünder von Polizei erwischt

Traunstein - Die Polizei konnte bei Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen am Rosenmontag erfreulicherweise keinen alkoholisierten Fahrer feststellen. Geschwindigkeitsüberschreitungen blieben jedoch nicht aus.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Am Rosenmontag, 24. Februar, führten mehrere Streifen der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein im Bereich Traunstein Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen durch.

Als besonders erfreulich wurde zum Ende der Aktion festgestellt, dasskein alkoholisierter Fahrzeuglenker aus dem Verkehr gezogen werden musste. Hier scheint sich der positive Trend, wonach gerade in der Faschingszeit „Null-Promille“ am Steuer großer Bedeutung bei den Feierenden zukommt, fortzusetzen.


Was das Thema Geschwindigkeit anbelangt, so gab es hier doch zahlreiche Beanstandungen.

Eine Radarkontrolle mit unmittelbarer Anhaltung der Temposünder wurde zwischen 14 Uhr und 19 Uhr auf der B 304 vor dem Ortseingang von Traunstein, Höhe Thannreit, durchgeführt. I nsgesamt mussten hier 46 Fahrzeuglenker wegen Überschreitung der zulässigen 70 km/h angehalten werden.

Folgend wurden 37 Verwarnungen und neun Geldbußen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen verhängt. Schnellster war ein Pkw-Lenker aus dem Lkrs. Traunstein. Dieser war mit 104 km/h gemessen worden. Ihn erwartet neben dem Bußgeld noch Punkteeintrag in Flensburg.

An gleicher Stelle wurde um 17 Uhr auch ein rumänischer Sattelzug überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass dem Fahrer wegen fahrlässiger Tötung bei einem Verkehrsunfall sowie mehrfacher Gefährdung des Straßenverkehrs durch ein mitteldeutsches Amtsgericht die Fahrerlaubnis für Deutschland entzogen worden war. Sich diesen Umstandes voll bewusst steuerte der 44-jährige Mann weiterhin seinen 40zig-Tonner – eigenen Angaben zufolge aus Geldmangel bzw. Angst vor Arbeitsplatzverlust.

Gegen den Fahrer wird nun w egen Fahren ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Zur Sicherung des Strafverfahrens wurde eine Sicherheitsleistung einbehalten. Eine Weiterfahrt wurde natürlich unterbunden. Die Spedition entsandt umgehend einen Ersatzfahrer, der die Fracht weiter Richtung Frankreich transportierte.

Massive Geschwindigkeitsverstöße brachte die Kontrolle eines weiteren Lkw-Zuges zum Vorschein. Der Fahrer eines tschechischen Transporters, beladen mit drei Sattelzugmaschinen, wurde um 15 Uhr auf der BAB A 8 bei Siegsdorf überprüft. Beim Auslesen der Fahrzeugdaten wurden für den gleichen Tag insgesamt 14 erhebliche Geschwindigkeitsübertretungen bekannt. Zum Teil war der Lenker bis zu 28 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gefahren. 

Außerdem musste die Ladung beanstandet werden. Trotz Vorliegen einer Ausnahmegenehmigung war die Höhe überschritten. Um ein zulässiges Maß zu erreichen, musste der Fahrer die geladenen Zugmaschinen umladen, ihre Höhe absenken sowie diverse Fahrzeugteile abbauen. Nach mehrstündiger Fahrtunterbrechung sowie Hinterlegung einer Sicherheitsleistung von 750 Euro konnte der Mann weiterfahren.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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