Schleusung: Von der Mongolei nach München

Piding - Eine mongolische Familie wurde auf dem Weg nach Frankreich von Schleierfahndern gestoppt. Ihr Fahrer kam sofort in Haft, die Flüchtlinge stellten Asylantrag.

Am Vormittag des 18. Juli kontrollierte eine Streifenbesatzung der PI Fahndung Traunstein, auf der A8, einen Pkw mit französischer Zulassung.

Im Fahrzeug befanden sich fünf Personen, vier Erwachsene und ein Kind. Es handelte sich, neben dem Fahrer, welcher sich als Freund einer der Mitreisenden ausgab, um eine mongolische Familie auf dem Weg nach Frankreich.

Bei der Kontrolle konnte zwar jeder einen Reisepass mit zugehörigem Visum, bzw. Aufenthaltstitel vorweisen, jedoch regte sich bei den Fahndern schnell Misstrauen diese Konstellation betreffend.

Dass die Beamten den richtigen Riecher hatten, stellte sich bei einem Personen - Passbildvergleich heraus: Außer bei den vom Fahrer ausgehändigten Dokumenten, handelte es sich bei keiner der anderen vier Personen um den rechtmäßigen Passinhaber. Die komplette „Reisegruppe“ wurde festgenommen und zur Dienststelle gebracht.

Der Fahrer behauptete zunächst, dass er nur eine der vier Personen kenne, und die auch erst vor kurzem auf einer Tankstelle kennen gelernt zu haben. Bei der näheren Einvernahme räumte er aber dann doch ein, dass er die Familie kenne und ihnen mit der Schleusung helfen wollte. Nachdem er in Frankreich wohnhaft ist, organisierte er sich dort Pässe, welche er mit nahm, um die mongolische Familie damit auszustatten.

Diese vermeintliche „Nächstenliebe“ kommt ihn jetzt teuer zu stehen, der Schleuser ging in Haft. Die Familie wurde zum zuständigen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in München weitergeleitet, wo ihr Asylantrag bearbeitet wird.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser