Fahrer hatte keine Fahrerlaubnis 

A8: Polizei stoppt Fahrer mit wichtigem Medizintransport 

Traunstein/A8 - Ganz schön was zu tun hatte die Fahndung der Polizei Traunstein am Dienstag. Von gesuchten Personen bis zur Dokumentenfälschung war alles dabei. Einmal ging es sogar um Leben und Tod:

Gegen 8 Uhr stoppte eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein einen Seat Toledo mit österreichischen Kennzeichen an der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord. Anlässlich der Insassenüberprüfung - zwei in Wien wohnhafte Russen - wurde bei dem Fahrer die aktuelle Fahndungsnotierung der Staatsanwaltschaft Deggendorf festgestellt. 

Im November 2015 hatten Kollegen der Deggendorfer Verkehrspolizei den Russen zur Anzeige gebracht, da er sichohne erforderliche Reisedokumente im Bundesgebiet aufhielt. Nachdem die Beamten den Geldbetrag einkassiert hatten, durften die Männer ihre Reise in Richtung München fortsetzen

Gefälschte Dokumente

Am Dienstag-Nachmittag kontrollierte eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein auf der A8 einen VW-Golf Variant mit französischem Kennzeichen. Fahrer des Autos war ein 30-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, welcher in Frankreich lebt. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass die grüne Versicherungskarte gefälscht ist und der Wagen seit einem Jahr weder zugelassen, noch versichert war

Beifahrer und zugleich Besitzer des Fahrzeuges, ebenfalls ein rumänischer Staatsangehöriger, ist in Deutschland schon mehrfach wegen Bandendiebstahl in Erscheinung getreten. Deshalb ist er auch vom Amtsgericht in Stuttgart aktuell zur Aufenthaltsermittlung im Fahndungsbestand ausgeschrieben. Nach entsprechender Anzeigenaufnahme wegen Urkundenfälschung und Pflichtversicherungsgesetz und nachdem das Fahrzeug wieder zugelassen und versichert wurde, konnten die beiden Rumänen ihre Fahrt nach Frankreich fortsetzen.

Ebenfalls kontrollierte eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein auf der Autobahn einen VW-Passat mit Hamburger Kennzeichen. Fahrer des Autos war ein 50-jähriger Serbe, der in Hamburg lebt. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass der vorgezeigte serbische Führerschein des Fahrers gefälscht war

Der Grund für den Gebrauch des unechten Dokumentes dürfte wohl die verhängte Fahrerlaubnissperre gegen ihn in Deutschland gewesen sein. Nach Anzeigenaufnahme wegen Urkundenfälschung wurde dem Serben die Weiterreise gestattet, allerdings übernahm nun der Beifahrer das Steuer, denn dieser war im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.

Der Notarzt wartete bereits auf die lebenswichtige Medizin

Glück im Unglück hatte ein Wiener Taxifahrer, der am Dienstag ein lebenswichtiges Medikament von Wien nach Kössen bringen sollte. Der bulgarische Lenker hatte nämlich schlichtweg vergessen, dass er seit geraumer Zeit wegen eines Alkoholdelikts in Deutschland keine Fahrzeuge fahren darf. Kurz nach der Grenze wurde seine Reise zunächst durch die Beamten der PI Fahndung Traunstein beendet, erst als er seine lebensnotwendigen Medikamente, die von den Fahndern zunächst misstrauisch beäugt wurden, erklären konnte, handelten die Beamten schnell

Der Auftraggeber fiel aus allen Wolken, als er vom Dilemma des Fahrers erfuhr, organisierte aber sofort einen Ersatztransport,der die Medizin zum schon in Kössen wartenden Notarztwagen brachte. Gerade noch rechtzeitig, so dass die Fahnder und der Sünder gemeinsam aufatmen konnten.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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