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Gemeinsam den "Toten Winkel" erkunden

Die beiden Polizeihauptmeister, Feigt (rechts), Doppelberger (links), daneben der Rektor der Wilhelm-Löhe-Schule, Hr. Dr. Strasser und die Lehrkraft Fr. Voderhuber bei der Demonstration des „Toten Winkels“.
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Die beiden Polizeihauptmeister, Feigt (rechts), Doppelberger (links), daneben der Rektor der Wilhelm-Löhe-Schule, Hr. Dr. Strasser und die Lehrkraft Fr. Voderhuber bei der Demonstration des „Toten Winkels“.

Traunreut - Eine Radfahrausbildung für Kinder mit Behinderung - dieser Herausforderung nahm sich die Polizeiinspektion Trostberg gerne an:

In der Behindertenrechtskonvention der UN haben sich alle Mitgliedstaaten verpflichtet, Menschen mit Behinderung die Teilhabe an allen gesellschaftlichen Prozessen zu garantieren. In Deutschland ist die Vereinbarung im März 2009 in Kraft getreten. Das bedeutet unter anderem auch, dass Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden. Das wiederum stellt auch eine neue Herausforderung für die Jugendverkehrserzieher der Polizei dar, die an den Schulen die Radfahrausbildung durchführen. An der Wilhelm-Löhe-Schule in Traunreut wurde erstmalig dieser integrative Gedanke in die Tat umgesetzt und insgesamt 40 Schüler mit geistiger, körperlicher und Lernbehinderung beschult. An sechs Vormittagen trainierten die beiden Polizeihauptmeister Feigt und Doppelberger intensiv mit den Löhe-Schülern das verkehrssichere Fahrradfahren in der TUS-Halle in Traunreut. Themenschwerpunkte waren das links Abbiegen, die Regelung der Vorfahrt durch Verkehrszeichen und „Rechts vor Links“. Von den 25 Schülern, die sich für die Prüfung qualifizieren konnten, bestanden erfreulicherweise 24 die Prüfung. Das ein oder andere Defizit machten die Schüler durch ihre hohes Maß an Motivation mehr als wett.

Mit 15 Schülern, die nicht an der Prüfung teilnahmen, wurde gesondert geübt und vor allem deren Motorik verbessert und ihr Gefahrenbewusstsein für den Straßenverkehr sensibilisiert. Auch sie waren mit großer Begeisterung dabei und konnten deutliche Lernfortschritte erzielen.

Am 7. März kamen dann schließlich die beiden Polizisten in die Wilhelm-Löhe-Schule, wo mit Hilfe des Lkw der Jugendverkehrsschule den Jugendlichen der „Tote Winkel“ erklärt und anschaulich „vorgeführt“ wurde. Die Schüler staunten nicht schlecht, als sie hinter dem Lenkrad des Lkw sitzend feststellen mussten, wie mehr als eine ganze Schulklasse im „Toten Winkel“ verschwand. Im Anschluß nahmen die Schüler dann voller Stolz ihre „Radlführerscheine“ und Urkunden aus den Händen der Ordnungshüter entgegen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Trostberg

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