Kurioser Vorfall in Traunreut

Feuerwehr und Polizei zu Brand gerufen - doch Besitzer verweigern Zutritt

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Traunreut - Kurioser Einsatz für Feuerwehr und Polizei in Traunreut am Freitagabend. Doch vor Ort verweigerte der Grundstücksbesitzer den Zutritt.

Update, Samstag 12.38 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Am Freitagnachmittag, den 01.06.2018, wurden die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Polizei zu einem Dachstuhlbrand in der Werner-von-Siemensstraße in Traunreut alarmiert. 

Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich nicht um einen Dachstuhlbrand, sondern um ein brennendes Fahrzeug handelte. Brandursache waren vermutlich Reparaturarbeiten mit einem Schweißgerät am Fahrzeug. Obwohl der Brand durch die Verursacher gelöscht wurde, musste die Feuerwehr mit einer Wärmebildkamera abklären ob noch eine Brandgefahr besteht. 

Der Bewohner des Anwesens verweigerte den Einsatzkräften jedoch den Zutritt, so dass die Feuerwehr das Grundstück nicht betreten konnte. Erst nach Aufforderung der Polizei konnten zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr, mit Atemschutz und Wärmebildkamera ausgestattet, das Grundstück betreten und so eine weitere Brandgefahr ausschließen. Bis auf den ausgebrannten Kleinlaster, kam es zu keinen weiteren Sach- und Personenschäden. 

Insgesamt war die Freiwillige Feuerwehr Traunreut mit vier Fahrzeugen inkl. Leiterwagen und 21 Einsatzkräften, ein Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes, sowie eine Streife der Polizei Traunreut vor Ort.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Traunreut

Erstmeldung

Ein völlig neues Erlebnis hatten am Freitagnachmittag die Rettungskräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst in Traunreut. Auf einem Grundstück in der Werner von Siemens Straße hat vermutlich bei Schweißarbeiten an einem Transporter das Fahrzeug Feuer gefangen.

Dies beobachtete ein Passant von der Straße aus und rief die Feuerwehr. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte gelang es scheinbar den Besitzern des Fahrzeugs, das dem Zustand nach innen komplett ausgebrannte Auto, zu löschen. Als der Rettungsdienst und die Feuerwehr auf das Grundstück wollten, wurde ihnen dies von dem Grundstücksbesitzer und dessen Familie strikt verwehrt

Selbst als die Polizei eintraf, wurden diese nicht auf das Grundstück gelassen. Auch die Ausweisüberprüfung der Personen konnte erst nach mehrmaliger Aufforderung durch die Polizei stattfinden. Nach längerer Diskussion durften dann doch noch zwei Atemschutzträger das Grundstück betreten, um zumindest mit der Wärmebildkamera sicherzustellen, dass es keine Glutnester mehr gibt. 

Kurioser Fall für Polizei und Feuerwehr in Traunreut

Auch das gute Zureden des Traunreuter Bürgermeisters Klaus Ritter, der zufällig vorbei kam half nichts.

Es wurde noch gegenüber den Beamten mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gedroht. Auch das Anfertigen von Bildern vom Fahrzeug wurde den Reportern untersagt. Da aber keine Gefahr mehr im Verzug war, zogen alle Einsatzkräfte unverrichteter Dinge wieder ab.

FDL/BeMi

Quelle: chiemgau24.de

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