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Über 200 Höhenmeter - Update

Tödlicher Absturz bei der Watzmannüberschreitung - Frau stürzt Ostwand ab

Bild vom Einsatz in der Ostwand
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Die Einsatzstelle in der Ostwand

Am Samstagvormittag ereignete sich am Watzmanngrat zwischen Watzmann-Mittelspitze und Watzmann-Südspitze ein tödlicher Bergunfall.

Update, 8. August, 09.37 Uhr - Einsatzbericht des Bayerischen Roten Kreuzes

Pressemitteilung im Wortlaut:

Eine 39-jährige Ungarin aus Schönau am Königssee war den Ermittlungen des Berchtesgadener Polizeibergführers zufolge wohl alleine zwischen der Mittelspitze und der Südspitze unterwegs, dann im Nebel auf Höhe der Wetterstation vom eigentlichen Weg abgekommen und 200 Meter abgestürzt.

Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ setzte sofort den Bergwacht-Einsatzleiter und eine weitere Ramsauer Bergretterin mit der Winde am Unfallort in der Wand ab, die für die riskante Arbeit im absturzgefährlichen Gelände einen Standplatz einrichteten und den Heli-Notarzt nachforderten, der dann auch per Winde abgesetzt wurde, aber ebenfalls nichts mehr für die offensichtlich sofort beim Absturz tödlich Verletzte ausrichten konnte.

„Christoph 14“ holte kurz nach 11 Uhr seinen Notarzt wieder vom Berg ab und flog nach Traunstein zurück; die beiden Bergretter blieben bei der Verstorbenen an der Unfallstelle, wobei die Besatzung des nachgeforderten Polizeihubschraubers „Edelweiß 5“ dann zwischen 12 und 13.30 Uhr zwei Polizeibergführer zur Unfallaufnahme an die Einsatzstelle brachte und die tote Frau ins Tal flog.

Da es am Berg immer windiger geworden war, konnte der Heli die Einsatzkräfte nicht mehr in der Ostwand abholen, die deshalb weit abseits der geläufigen Wege durch freies Gelände bis zur Südspitze hinauf klettern mussten und dann weiter über den Südspitz-Abstieg zum Gries hinabgingen, wo es windstiller war, so dass sie der Heli gegen 16.40 Uhr am oberen Südspitz-Landeplatz abholen konnte. Zwei Helis, der Tankanhänger und neun Bergretter waren teilweise bis 18 Uhr gefordert. Die Polizei ermittelt noch die genaueren Umstände des Unfalls. Zeugen hatten den Unfall per Notruf gemeldet; eventuelle weitere Zeugen sollen sich mit der Polizei in Berchtesgaden in Verbindung setzen.

Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes - Kreisverband Berchtesgadener Land

Erstmeldung:

Die Mitteilung der Polizei im Wortlaut:

Eine 39-jährige in Schönau am Königssee lebende ungarische Staatsangehörige kam im Bereich der Wetterstation bei der Überschreitung vom eigentlichen Weg ab und stürzte dann etwa 200 HM in die Watzmann-Ostwand ab. Dabei zog sich die Frau tödliche Verletzungen zu. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod attestieren. Die genaueren Umstände sind derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Anscheinend war die Frau alleine unterwegs. Zeugen haben den Unfall gemeldet. Weitere Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Berchtesgaden in Verbindung zu setzen.

Die Bergung und Unfallaufnahme wurde durch einen Bergführer und einen Alpinbeamte in Zusammenarbeit mit der Bergwacht Ramsau und dem Polizeihubschrauber Edelweiß 5 durchgeführt.

Der Leichnam konnte noch ausgeflogen werden, allerdings ließen es dann die heftigen Winde im Gipfelbereich nicht mehr zu, die 4 Einsatzkräfte aus der Wand zu bergen. Diese mussten dann bis zum Grat weglos aufklettern und über die Südspitze absteigen. Im Abstieg konnten sie durch den Polizeihubschrauber aufgenommen und zum Tallandeplatz Ramsau geflogen werden.

Pressebericht Polizeiinspektion Berchtesgaden

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