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"Taubstumme" Spendensammler werden gesprächig

Tittmoning - Als taubstumme Spendensammler gaben sie sich aus. Doch als ein Zeuge skeptisch wurde, flüchteten die Vier im BMW - und unterhielten sich plötzlich untereinander:

Am Samstag wurden im Bereich des Stadtplatzes bzw. Laufener Straße in Tittmoning Spenden für die Errichtung eines angeblichen taubstummen Ausbildungszentrums gesammelt.

Hierzu täuschten die Mitglieder einer vierköpfigen Betrügerbande, um Mitleid bei der Bevölkerung zu erregen, den Status eines Taubstummen vor. In vorgefertigten Listen wurde das Recht auf ein Ausbildungszentrum für Gehörlose und Taubstumme gefordert, mit dem Hinweis zu Spenden.

Um einen amtlichen Eindruck zu erwecken war das EU-Symbol, die deutsche Fahne und das Behindertenzeichen auf der „Spendenliste“ verzeichnet. Wie in solchen Aktikonen üblich mussten sich „Spender“ mit ihren Namen, ihrem Wohnort und dem gespendeten Betrag eintragen. Bei dieser Aktion sprachen die beiden Männer und die beiden Frauen kein Wort, sondern versuchten mit gestikulierenden Händen die Bürger zum Spenden zu veranlassen.

Einem aufmerksamen Zeugen fiel jedoch die Unrechtmäßigkeit des Schreibens bzw. der Spendenaktion auf. Als dieser die Spendenliste fotografieren wollte, lief der Mann weg und traf sich kurze Zeit später mit den anderen Personen. Hierbei sprachen die Betrüger auch in einer osteuropäischen Sprache untereinander.

Einige Zeit später fiel das Quartett dem aufmerksamen Zeugen auch auf dem Edekaparkplatz in Tittmoning in gleichgelagerter Weise auf. Als die Betrüger den Zeugen bemerkten flohen diese in einem dunkelblauen 3er-BMW mit bulgarischem Kennzeichen. Personen welche der unrechtmäßigen Spendenaktion zum „Opfer“ gefallen sind, werden gebeten sich mit der Polizeiinspektion Laufen unter der Telefonnummer 08682/88890 in Verbindung zu setzen.

Ein ganz ähnlicher Fall ereignete sich erst im September in Rosenheim. Dort wurden die Betrüger jedoch schon erwischt.

xe/Pressemitteilung Polizeiinspektion Laufen

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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