Flohmarktbesuch wird Afghanen zum Verhängnis

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Teisendorf - Ein 18-Jähriger wollte Geld sparen und kaufte sich auf einem Flohmarkt zwei Autokennzeichen. Doch jetzt muss er sich wegen Hehlerei vor Gericht verantworten.

Um sich die Kosten für ein ordnungsgemäßes Überführungskennzeichen zu sparen, besorgte sich ein 18-jähriger Afghane kurzerhand auf dem Flohmarkt zwei amtliche Kennzeichen. Dummerweise befanden sich die beiden in der Nacht zuvor gestohlenen österreichischen Kennzeichen bereits auf der europäischen Fahndungsliste.

Die Folge: Statt der schnellen und kostengünstigen Variante musste der Innsbrucker seinen Internet-Kauf - einen Audi A3 Sportback - an der Autobahn abstellen und die Schleierfahnder zur Dienststelle begleiten. Nach Anzeigenaufnahme wegen Hehlerei, Kennzeichenmissbrauch und diversen Verkehrs- bzw. Zulassungsverstößen, sowie der Hinterlegung einer Sicherheitsleistung durfte der Mann die Heimreise in Richtung Innsbruck - allerdings im Auto eines Abholers - antreten.

Eine Streife stoppte den jungen Mann am Samstagnachmittag, 26. April, gegen 15.30 Uhr auf der Autobahn in Fahrtrichtung München im Bereich des Teisenberg. Die Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein stellten dabei fest, dass die angebrachten Innsbrucker Kennzeichen erst in der Nacht zuvor entwendet und von der österreichischen Polizei zur Sicherstellung in das Schengener-Fahndungssystem eingestellt wurden.

Schnell war klar, dass der A3 Sportback - ohne reguläre Zulassung und Versicherung - über das so genannte „Große deutsche Eck“ nach Innsbruck überstellt werden sollte. Angesichts der drohenden Anzeige und des „Kontrollschocks“ erlitt der Ertappte einen leichten Schwächeanfall - erholte sich aber schnell wieder vor Ort. Auf Vorhalt war der junge Afghane dann auch geständig, verneinte aber, die ursprünglich an einen VW Passat angebrachten „Nummerntaferln“ geklaut zu haben. Er beharrte auf seiner Version mit dem Flohmarkt.

Um seine Internet-Errungenschaft nach Hause zu bringen, muss er sich nun um eine reguläre amtliche Zulassung kümmern. Wegen der zahlreichen ihm zur Last gelegten Verstöße droht dem Elektriker in Ausbildung - im Falle einer Verurteilung - eine sicherlich spürbare Geldstrafe.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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