Migranten erkundigen sich in Bäckerei nach Asyl

Teisendorf - Eine Gruppe von 14 syrischen Kriegsflüchtlingen war auf sich selbst gestellt, nachdem Schleuser sie einfach ausgesetzt hatten. In einer Bäckerei suchten sie Hilfe:

Am Dienstag betrat gegen 8 Uhr eine Gruppe von Männern und Frauen mit Kindern ein Bäckereigeschäft in Neukirchen, Gemeinde Teisendorf. Auf Frage der Verkäuferin, wie sie behilflich sein kann, oder ob die Personen was erwerben wollen, gaben diese in gebrochenen Englisch zu verstehen, dass sie syrische Kriegsflüchtlinge seien und in Deutschland Asyl wollen.

Daraufhin wurden die Pidinger Schleierfahnder informiert, die sich gleich der Sache annahmen. So wurden im Bereich von Neukirchen durch die bayerischen Polizeikräfte insgesamt 14 Personen, darunter auch etliche Kinder, festgestellt und zur weiteren Sachbearbeitung zu den Schleierfahndern gebracht.

Dort gaben die Migranten an, dass sie seit einigen Monaten auf dem Landweg unterwegs waren. Für den Transport mittels Lkw, Autos und Kleinbussen sorgte eine Schleuserorganisation, die pro Person eine vierstellige Eurosumme verlangte. Auch mussten die syrischen Flüchtlinge zu Fuß einige Stunden durch unwegsame Waldgebiete gehen um nicht von Sicherheitskräften entdeckt zu werden.

Nach Abnahme der Fingerabdrücke und Fertigung von Lichtbildern wurde die Gruppe an das Anlaufzentrum in München weitergeleitet.

Da nicht auszuschließen ist, das in absehbarer Zeit erneut solch Ereignisse im Bereich des Grenzgebietes und Nähe der Autobahn A8 stattfinden, sollen Hinweise an die Polizeiinspektion Fahndung in Piding/Urwies unter der Telefonnummer: 08651 -950 110  oder den Polizeinotruf 110 mitgeteilt werden.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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