Taxifahrer zu müde – Geschleuster fährt selbst

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Piding – Ein slowenischer Taxifahrer war nach eigenen Angaben zu müde, um einen Fahrgast nach München zu befördern. Deshalb ließ er seinen Kunden selbst ans Steuer. In mehrfacher Hinsicht war dies ein großer Fehler.

Am frühen Freitagmorgen (15. Oktober) unterzogen Fahnder der Bundespolizei die Insassen eines Pkw mit slowenischer Zulassung an der A 8 auf Höhe Piding einer Personenkontrolle. Wie sich herausstellte, handelte es sich beim Fahrer um einen türkischen Staatsangehörigen, der weder Pass oder Aufenthaltserlaubnis noch einen Führerschein mitführte. Er fuhr das Fahrzeug, das eigentlich dem Beifahrer, einem 31-jährigen Taxifahrer aus Slowenien, gehörte.

Ersten Ermittlungen der Freilassinger Bundespolizei zufolge hätte der türkische Fahrer das Auto überhaupt nicht steuern dürfen, da er keine Fahrerlaubnis hatte. Außerdem lag gegen ihn aufgrund einer früheren Abschiebung eine Einreiseverbot vor. Demzufolge muss sich der Türke wegen unerlaubter Einreise und Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafrechtlich verantworten. Gegen den Slowenen, der ihm die illegale Reise nach Deutschland für ein gewisses Entgelt ermöglicht hatte, ermittelt die Bundespolizei nun wegen Einschleusens von Ausländern. Während sich eine Münchner Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge bereits um den weiteren Verbleib des 22-Jährigen aus der Türkei kümmert, bleibt der mutmaßliche Schleuser zumindest bis zur Vorführung beim Haftrichter hinter „Schloss und Riegel“.

Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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