Ungarischer Taxi-Schleuser gefasst

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Freilassing - Für ein beachtliches Honorar wollte ein Ungar eine Gruppe Syrier nach Deutschland schmuggeln. Doch kurz nach der österreichischen Grenze nahm die Fahrt ein jähes Ende.

Die Bundespolizei hat am Mittwoch einen ungarischen Schleuser auf der A8 festgenommen. Im Wagen des 46-Jährigen befanden sich vier Syrer. Für die letzte Etappe von Budapest aus hatten sie insgesamt mehr als 1.500 Euro gezahlt. Freilassinger Fahnder kontrollierten Mittwochnacht die Insassen eines ungarischen Taxis. Lediglich der Fahrer hatte für den Grenzübertritt ausreichende Papiere dabei. Seine vier Begleiter konnten nur ihre syrischen Pässe ohne Visa vorzeigen. Nach einigen Widersprüchen und offensichtlichen Lügengeschichten gab der Ungar schließlich zu, die Schleppertour über einen Mittelsmann ausgemacht zu haben. Einen Teil seines Schleuserlohns habe er an den Vermittler abtreten müssen. Insgesamt hätten die Geschleusten 1.600 Euro gezahlt, um von Ungarn bis nach München zu kommen.

Die Syrer im Alter von 17 bis 31 Jahren gaben an, dass sie von Schleusern in Gruppen von rund 40 Personen zu Fuß von Mazedonien über die serbische Grenze geführt wurden. Ihr Ziel sei von vornherein Deutschland gewesen.

Auf Anordnung des Haftrichters sitzt der 46-jährige Ungar mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Bundespolizisten lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein. Er wird sich wegen Einschleusens von Ausländern strafrechtlich verantworten müssen. Die syrischen Männer konnten der Anlaufstelle in Zirndorf zugeleitet werden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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