Beschuldigter wurde bereits gesucht

Straftäter geht Polizei auf A8 ins Netz

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Übersee - Wie ein Stich ins Wespennest stellte sich die Überprüfung eines serbischen Autos auf der A8 dar: Die gefälschten Dokumente der Insassen waren nur der Anfang.

Am gestrigen Mittwoch gegen Abend kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein serbische Staatsangehörige, die mit einem Mietfahrzeug auf der A8 unterwegs waren. Bei der Kontrolle, nähe Übersee, händigte der 32-jährige Fahrer seinen Reisepass und einen serbischen Führerschein an die Polizeibeamten aus.

Bei der Überprüfung des Führerscheins erkannten die erfahrenen Beamten sofort, dass es sich hier um ein Falschdokument handelt. Daraufhin wurde die 22-jährige Beifahrerin, die sich mit einem serbischen Pass ausweisen konnte, gefragt, ob sie das Auto weiterfahren könnte und einen gültigen Führerschein besitzt. Sie gab ganz selbstverständlich an, einen gültigen Führerschein zu besitzen. Der anschließend ausgehändigte serbische Führerschein war jedoch ebenfalls ein gefälschtes Dokument.

Somit war die Reise der beiden hier erst einmal beendet. Beide Personen wurden vor Ort über die vorliegenden Straftaten der Urkundenfälschung belehrt. Bei einer anschließenden Durchsuchung des Mietwagens vor Ort wurde ein verbotenes Springmesser aufgefunden. Für die weitere Sachbearbeitung wurden die Personen und das Auto zur Dienststelle verbracht um ihn dort noch einmal genauer in Augenschein zu nehmen. Dabei kam in der Handtasche der Serbin ein gefälschter slowenischer Führerschein, der ebenfalls auf ihre Personalien ausgestellt war zum Vorschein. Die Führerscheine und das Messer wurden von den Beamten sichergestellt.

Der teure Pelzmantel wurde in Bad Reichenhall bereits vermisst

Trotz den interessanten Funden suchten die Polizisten hartnäckig weiter und staunten nicht schlecht, als sie im Fahrzeug professionelles Werkzeug zum Umgehen von Diebstahlsicherungen auffanden. Das dazugehörige Diebesgut ließ nicht lange auf sich warten: Ein sehr hochwertiger Pelzmantel im oberen vierstelligen Euro-Bereich und drei weitere hochwertige Markenjacken wurden aufgefunden. Da sich am Mantel noch ein Etikett befand, konnte schnell herausgefunden werden, dass dieser aus einem Geschäft in Bad Reichenhall stammt. Bei einer Anfrage dort wurde bestätigt, dass es sich um Diebesgut handelt.

Bei einer anschließenden Überprüfung der Personalien der Beschuldigten im Polizeicomputer kam es erst mal zu keinem Ergebnis. Allerdings wurden von den Personen Fingerabdrücke genommen und Lichtbilder gefertigt. Bei dem anschließenden Abgleich im Fahndungsbestand kam heraus, dass der männliche Beschuldigte unter anderen Personalien erfasst ist und von gleich zwei Ausländerämtern Deutschlands mit unbefristeter Wirkung abgeschoben wurde und zur Fahndung ausgeschrieben ist.

Das interessierte den Serben anscheinend reichlich wenig. Nach erfolgter Sachbearbeitung wurde die beiden Beschuldigten dem Haftrichter vorgeführt.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Picture Alliance / dpa

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