In Zug bei Freilassing

Schwarzfahrer stellt sich als gesuchter Räuber heraus

Freilassing - Zunächst schien es sich "nur" um einen Schwarzfahrer zu handeln, doch dann stellte sich heraus, dass es sich um einen gesuchten Räuber handelte.

Am Mittwochmittag wurde von Beamten der Fahndungsgruppe Schiene der PI Fahndung Traunstein, ein von Klagenfurt kommender Eurocity, in Richtung München kontrolliert. Dabei fiel den Beamten eine seit längerer Zeit verschlossene Toilettentür im Zug auf, bei der auch auf Klopfen und Nachfragen niemand reagierte.

Die Beamten entschlossen sich deshalb die Türe zu öffnen. Wie sie feststellen mussten hatte sich ein Bulgare darin eingesperrt - der Grund hierfür wurde schnell klar.

Keine Fahrkarte und wegen Raubes gesucht

Da er zum einen kein Geld für eine Fahrkarte hatte, wollte er sich auf diese Weise der Fahrkartenkontrolle entziehen. Doch ein anschließender Abgleich des 30-Jährigen mit dem polizeilichen Fahndungsbestand brachte es für diesen noch dicker, denn die Staatsanwaltschaft München suchte den arbeitslosen Bulgaren mit Haftbefehl wegen Raubes.

Der jetzt 30-Jährige wurde 2011 auf frischer Tat festgenommen, als er einer an einer Bushaltestelle wartenden Frau ihre Kette vom Hals riss und flüchten wollte. Gleichgelagerte Taten wurden ihm nachgewiesen, weshalb er damals vom Landgericht München wegen Raubes zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt wurde.

Nachdem er einen Teil der Strafe abgesessen hatte, wurde er nach Bulgarien abgeschoben. Da er nun trotz Wiedereinreiseverbot erneut nach Deutschland zurückgekehrt ist, muss er die 344 Tage Restfreiheitsstrafe in einer JVA verbüßen, in die ihn die Polizei umgehend eingeliefert hat.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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