Grenzkontrollen auf A8 bei Schwarzbach

Keine Chance - Polizei weist angebliche Arbeiter nach Österreich zurück

Schwarzbach – Die Bundespolizei hat am Donnerstag, den 4. Juni, bei Grenzkontrollen an der A8 bei Schwarzbach fünf vorgebliche Arbeitskräfte nach Österreich zurückgewiesen.

Pressemitteilung im Wortlaut:


Eine 30-jährige Rumänin und vier weitere Landsleute hatten versucht, mit gefälschten Papieren entgegen den noch bis voraussichtlich 15. Juni geltenden Einreisebestimmungen nach Deutschland zu gelangen.

Am späten Nachmittag hielten Bundespolizisten an der Grenzkontrollstelle am Walserberg (BAB 8) ein rumänisches Ehepaar in einem Kleinwagen an. Die Eheleute zeigten den Beamten ihre rumänischen Identitätskarten und Arbeitsverträge vor. Als die Bundespolizisten die Papiere überprüften, stellte sich heraus, dass das angeblich bestehende Beschäftigungsverhältnis des 36-jährigen Fahrers bereits länger zurücklag und der ehemalige Anstellungsvertrag zudem vor Fehlern strotzte.


Dass die Papiere seiner 30-jährigen Frau dagegen totalgefälscht waren, erkannten die Fahnder sofort. Der Mann gab daraufhin an, seiner Ehepartnerin die fingierten Unterlagen beschafft und jemandem Geld dafür bezahlt zu haben. Die Beamten stellten die Dokumente sicher und schickten die beiden nach Österreich zurück. Die 30-Jährige erwartet ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung. Ihr 36-jähriger Ehemann wird sich wegen Anstiftung zur Urkundenfälschung verantworten müssen.

Am Abend stoppten Grenzfahnder der Bundespolizei eine weitere Reisegruppe vorgeblicher rumänischer Arbeiter an der Autobahnkontrollstelle am Walserberg. Die Männer waren zu dritt in einem Kombi mit rumänischer Zulassung unterwegs. Sie gaben an, bei einer Firma in den Niederlanden angestellt zu sein und legten ihre Arbeitsverträge vor. Bei genauerem Hinsehen fiel den Bundespolizisten auf, dass die Verträge manipuliert worden sein könnten. Sie kontaktierten den angeblichen Arbeitgeber der Männer. Der anfängliche Verdacht sollte sich dadurch bestätigen: Die Firma existierte zwar tatsächlich, erwartete aber keine Arbeiter aus Rumänien.

Die Beamten beschlagnahmten die gefälschten Arbeitsverträge und wiesen die Rumänen nach Österreich zurück. Die Bundespolizei Freilassing ermittelt auch in diesem Fall wegen Urkundenfälschung.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinsepktion Freilassing

Rubriklistenbild: © Bundespolizei (Symbolbild)

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