Ukrainer hatte gleich zwei Pässe

Kein Visum, aber Munition im Gepäck: Bundespolizei nimmt 34-Jährigen fest

Bad Reichenhall/Schwarzbach - Mit Pistolen- und Kleinkaliberpatronen im Gepäck wurde am Freitag ein 34-Jähriger erwischt. Doch nicht nur dafür musste der Mann ordentlich blechen. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:


Am Freitag (24. April) hat die Bundespolizei an der Grenzkontrollstelle Schwarzbach einen 34-jährigen Ukrainer festgenommen. Die österreichische Polizei hatte den Mann zuvor abgewiesen, als er aus Deutschland ausreisen wollte. Der Osteuropäer hielt sich im Schengengebiet zu lange ohne Aufenthaltsgenehmigung auf und führte zudem noch Munition mit.

Am Freitagnachmittag haben Beamte der Bundespolizei einen von österreichischen Behörden zurückgewiesenen PKW mit polnischer Zulassung kontrolliert. Beide Insassen legten ukrainische Reisepässe vor.


Bei genauerer Betrachtung der Dokumente stellten die Beamten fest, dass der Fahrer den erlaubten Aufenthaltszeitraum deutlich - nämlich um 85 Tage - überschritten hatte. Ein für die Aufenthaltsverlängerung erforderliches Visum konnte der Mann nicht vorlegen. Bei der Durchsuchung des Gepäcks fanden die Fahnder dafürzwei Pistolenpatronen und eine Kleinkaliberpatrone.

Zudem stellten die Ermittler fest, dass der Ukrainer im Besitz von gleich zwei Reisepässen war, um so die aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen zu umgehen. Wie sich dann herausstellte, hatte der Mann den zulässigen Aufenthaltszeitraum nicht "nur" um 85, sondern um insgesamt 175 Tage überschritten. Für die unerlaubte Einreise, den unerlaubten Aufenthalt sowie das illegale Besitzen und Verbringen der Munition musste der Ukrainer tief in die Tasche greifen und 1.800 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen. Der Mann muss Deutschland unverzüglich verlassen.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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