Bundespolizei bringt mutmaßliche Schleuser in Untersuchungshaft

Acht Ukrainer bei Grenzkontrollen am Walserberg festgenommen

Bad Reichenhall - Die Bundespolizei hat am Donnerstag bei Grenzkontrollen an der A8 am Walserberg acht Ukrainer festgenommen. Die Grenzfahnder schickten zwei Frauen und vier Männer nach Österreich zurück. Die beiden mutmaßlichen Schleuser sitzen seit Freitagmittag (19. Juni) in Untersuchungshaft.

Pressemitteilung im Wortlaut: 


Bundespolizisten stoppten am Donnerstagmorgen an der Autobahnkontrollstelle am Walserberg (BAB 8) acht Ukrainer in einem Transporter mit ukrainischer Zulassung. Der 34-jährige Fahrer wies sich mit einem ukrainischen Reisepass aus. Der Kleintransporter gehörte dem 31-jährigen Beifahrer, der den Beamten neben seinem ukrainischen Reisepass einen gültigen italienischen Aufenthaltstitel sowie sieben Arbeitsverträge einer tschechischen Firma vorzeigte. Die sechs Mitfahrenden hatten ihre ukrainischen Reisepässe dabei.

Das für eine Arbeitsaufnahme erforderliche Visum hatte jedoch keiner der sieben arbeitswilligen Reisenden. Da der Beifahrer als einziger keinen Anstellungsvertrag besaß, fragten ihn die Fahnder nach dem Anlass und Ziel seiner Reise – er machte dazu widersprüchliche Angaben.


Die Bundespolizisten nahmen die Personen daraufhin vorläufig fest und brachten sie zur Dienststelle nach Freilassing. Dort ergaben erste Ermittlungen, dass die Frauen und Männer tatsächlich Kontakt zu der tschechischen Firma hatten. Ihre Anstellungsverträge wären allerdings ungültig, da die Behörden derzeit noch prüfen würden, ob den Arbeitern ein Visum erteilt werden kann. Gegen den 34-jährigen Fahrzeuglenker und den 31-jährigen Beifahrer bestand somit der Verdacht, dass diese die sechs Arbeiterinnen und Arbeiter eingeschleust haben könnten.

Die Bundespolizei Freilassing führte die mutmaßlichen Schleuser dem Haftrichter vor, der Untersuchungshaft anordnete. Sie warten nun in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt auf ihre Gerichtsverhandlung. Der 34-jährige Fahrer wird sich vor Gericht zusätzlich wegen versuchter unerlaubter Einreise verantworten müssen.

Die sechs Mitfahrenden erhielten Strafanzeigen wegen versuchter unerlaubter Einreise. Die Beamten schickten sie am Freitagvormittag nach Österreich zurück. Der Mercedes Sprinter wurde als Beweismittel beschlagnahmt.

Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Freilassing

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

Kommentare