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Nach schwerem Unfall auf B21 bei Schneizlreuth

Verschwundener Verursacher „verbrachte Nacht im Freien“ - viele Fragen noch offen

Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.
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Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.

Schneizlreuth - Ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen ereignete sich am Dienstag (10. August) um 16.45 Uhr auf der B21 in Schneizlreuth am sogenannten Bodenberg. Anschließend gab es eine große Suchaktion.

Update, 12.41 Uhr - Unfallfahrer wieder aufgetaucht

Der Fahrer eines Autos, der am Nachmittag des 10. August in Schneizlreuth in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt und anschließend vermisst war, tauchte am 11. August in den frühen Morgenstunden auf. Nach ersten Erkenntnissen verbrachte er einige hundert Meter von der Unfallstelle entfernt, die Nacht im Freien. Der Mann wurde ohne größere Verletzungen mit dem Rettungswagen zur medizinischen Behandlung in das örtliche Krankenhaus verbracht. Warum der Fahrzeugführer die Unfallstelle verließ und so lange verschwunden blieb, ist bis dato unbekannt.

Pressemeldung Polizei Bad Reichenhall

Update, 8.45 Uhr - Unfallverursacher verschwindet nach Unfall auf B21

Ein kurioser Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen und acht Insassen hat sich gegen 16.45 auf der B21 am oberen Bodenberg ereignet, wobei der mutmaßliche Verursacher noch vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte von der Unfallstelle verschwunden war und ein Großaufgebot von 70 Einsatzkräften über drei Stunden lang mit Heli, Drohnen und Hunden nach ihm suchen musste.

Unfallverursacher spaziert nach Unfall auf B21 einfach davon

Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht. © BRK Berchtesgadener Land
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht. © BRK Berchtesgadener Land
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht. © BRK Berchtesgadener Land
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht. © BRK Berchtesgadener Land
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht. © BRK Berchtesgadener Land
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht. © BRK Berchtesgadener Land
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht. © BRK Berchtesgadener Land
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht. © BRK Berchtesgadener Land
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht.
Bei Schneizlreuth wurde nach dem Unfallverursacher gesucht. © BRK Berchtesgadener Land

Laut Polizei war der ältere Mann mit seiner Mercedes-G-Klasse in Richtung Lofer unterwegs, als er nach einer Rechtskurve nach links über die Fahrbahnmitte geriet und dort die gesamte Fahrzeugseite eines entgegenkommenden VW Touran einer vierköpfigen Familie aus Ainring streifte. Danach geriet der Mercedes noch weiter nach links und prallte frontal gegen den BMW eines 53-jährigen Mannes aus Unken, der ebenfalls zwei Mitfahrer im Auto hatte.

Die Meldung zum Unfall war zuerst über das automatische Notruf-System im BMW eingegangen, wobei die Insassen offenbar bereits ausgestiegen waren und es keine Sprach-Rückmeldung mit weiteren Details gab; im Anschluss kam ein Fahrzeug des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) an der Einsatzstelle vorbei, wobei die Besatzung die Erstversorgung übernahm und weitere Rettungskräfte nachforderte.

Die sieben Insassen im VW und BMW, darunter auch ein nur fünf Monate altes Mädchen, wurden alle wie durch ein Wunder und dank moderner Sicherheitstechnik nur leicht verletzt oder kamen mit dem Schrecken davon. Die Leitstelle Traunstein hatte das Rote Kreuz mit insgesamt vier Rettungswagen aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Ruhpolding und dem Einsatzleiter Rettungsdienst zum Unfallort geschickt, wobei die Notfallsanitäter die drei leicht verletzten Insassen des Bmw versorgten und mit zwei Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall uns ins Klinikum Traunstein einlieferten. Eine weitere Rettungswagen-Besatzung untersuchte vorsorglich auf Wunsch der Eltern das Baby und brachte es anschließend zur Kontrolle ins Klinikum Traunstein.

Laut Polizei entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 60.000 Euro, wobei alle drei Autos abgeschleppt wurden. Die B21 und damit die Durchfahrt durchs Kleine Deutsche Eck musste für rund drei Stunden zeitweise komplett gesperrt werden, wodurch sich erhebliche Staus mit langen Wartezeiten bildeten. Die Feuerwehren Schneizlreuth und Bad Reichenhall waren mit 32 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen an der Unfallstelle, stellten den Brandschutz sicher, reinigten die Straße und regelten den Verkehr.

Der rund 70 Jahre alte Unfallverursacher war laut Zeugen scheinbar unverletzt aus seinem Mercedes ausgestiegen, hatte telefoniert und war dann einfach vermutlich in Richtung der Forellenräucherei davongegangen und über die Böschung aus dem Sichtfeld verschwunden. Da der Mann mit niemandem vor Ort gesprochen hatte und unklar war, ob er unter Schock steht, verletzt ist und Hilfe braucht, veranlasste die Polizei eine große Suchaktion rund um das Gebiet zwischen Tunnel, Wendelberg, Daxbauer, Haiderhof und Saalach. Beteiligt waren auf deutscher Seite 24 Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Teisendorf-Anger, drei Hundeteams der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau und der Polizei, das Team des Technikbusses der Bergwacht-Region Chiemgau mit einer Wärmebild-Drohne, die Besatzung eines Polizeihubschraubers, fünf Polizeistreifen, die BRK-Wasserwacht und die Tauchergruppe der Feuerwehr.

Sie suchten zu Fuß und aus der Luft den stellenweise steilen Bergwald am Wendelberg und die Wege zwischen Bundesstraße und Saalach ab, konnten den Mann aber nicht finden, der sich eventuell auch von jemanden abholen lassen hatte und gar nicht mehr im Suchgebiet aufhielt. Auch im angrenzenden Gemeindegebiet Unken (Salzburger Pinzgau) suchten die Einsatzkräfte nach dem Vermissten. Nach den ersten Ermittlungen der Reichenhaller Polizei dürfte es sich bei dem flüchtigen Unfallverursacher um den Eigentümer des Autos gehandelt haben; sie leiteten ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort ein.

Pressemeldung BRK BGLand

Erstmeldung

Die Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:

Ein Mercedes G-Klasse fuhr zum o.g. Zeitpunkt in Richtung Lofer. Nach einer Rechtskurve kam der Pkw nach links über die Fahrbahnmitte und streifte die gesamte Fahrzeugseite des entgegenkommenden VW Touran mit einer vierköpfigen Familie aus Ainring im Fahrzeug. Danach kam der Mercedes noch weiter nach links und prallte frontal gegen den BMW eines 53-jährigen Mannes aus Unken, der ebenfalls zwei Mitfahrer im Auto hatte.

Alle drei Fahrzeuge erlitten erhebliche Schäden, die sich gesamt auf etwa 60.000 Euro belaufen. Alle Fahrzeuge mussten später abgeschleppt werden. Die sieben Personen in den beiden geschädigten Fahrzeugen wurden alle, wie durch ein Wunder und dank moderner Sicherheitstechnik, nur leicht verletzt. Sie wurden alle vorsorglich mit mehreren BRK-Rettungsfahrzeugen zu Untersuchung und Behandlung in die Krankenhäuser Traunstein und Bad Reichenhall gebracht.

Der Unfallverursacher, ein älterer Herr, hingegen stieg scheinbar unverletzt aus seinem Fahrzeug, telefonierte und ging dann einfach von der Unfallstelle in unbekannte Richtung davon. Da der Unfallverursacher nicht mehr angetroffen werden konnte und sich auch nicht den anderen Beteiligten erklärt hatte, war zunächst unklar, ob der Mann nicht doch in einer Notlage war und selbst Hilfe brauchte.

Großeinsatz mit Hubschrauber

Es wurde eine große Suchaktion mit Hilfe der Feuerwehren sowie der Bergwacht, fünf Polizeistreifen, einem Polizeihundeführer mit Suchhund und einem Polizeihubschrauber eingeleitet. Auch eine Drohne der Feuerwehr wurde zur Suche nach dem älteren Herrn eingesetzt. Zusätzlich war auch ein spezieller Personensuchhund des Salzburger Rettungsdienstes im Einsatz. Insgesamt waren 70 Kräfte von Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst und Polizei auf deutscher Seite im Einsatz.

Die Bereiche um den Wendelberg und in den Saalachauen wurden mehrere Stunden abgesucht. Auch im Gemeindegebiet Unken wurde durch die Polizei Lofer eine Suche mit österreichischen Einsatzkräften vorgenommen. Der Mann war jedoch nicht mehr anzutreffen. Nach den ersten Ermittlungen dürfte es sich bei dem flüchtigen Unfallverursacher um den Eigentümer des Pkw gehandelt haben. Ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen unerlaubtem Entfernen vom Unfallort wurde eingeleitet.

Die Bundesstraße 21 war während der Unfallaufnahme und der Bergungsmaßnahmen über drei Stunden teilweise komplett gesperrt. Es gab erheblichen Stau und Wartezeiten. Die Feuerwehren Schneizlreuth und Bad Reichenhall waren mit 32 Kräften und sieben Fahrzeugen an der Unfallstelle.

Pressemitteilung Polizei Bad Reichenhall

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