Schleusern das "Handwerk gelegt"

Piding - Die Bundespolizei hat am Wochenende zwei mutmaßliche Schleuser auf der A 8 geschnappt. Sie sollen mehrere Ausländer ins Land gebracht haben.

Es handelt sich um einen Deutschen und einen Albaner. Ihnen wird vorgeworfen, mehrere Ausländer illegal ins Land gebracht zu haben. Sie müssen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Auf Höhe der Anschlussstelle Piding Nord zogen die Fahnder am Samstag einen Wagen mit österreichischer Zulassung aus dem Verkehr. Bei der Kontrolle der Insassen stellte sich heraus, dass der 37-jährige Fahrzeugführer von zwei jungen Männern begleitet wurde. Keiner der beiden Afrikaner konnte sich ausweisen. Sie gaben an, 17 Jahre alt zu sein, aus Somalia zu stammen und in Deutschland leben zu wollen. Ersten Ermittlungen der Bundespolizei in Bad Reichenhall zufolge, befinden sie sich bereits in Österreich beziehungsweise in der Slowakei in einem Asylverfahren. Wegen ihrer unerlaubten Einreisen nach Deutschland erhielten beide jeweils eine Strafanzeige. Um ihre Zurückschiebung nach Österreich sicherzustellen, wurden sie auf richterliche Anordnung hin in Haft genommen. Ihr deutscher Fahrer, der in Graz lebt, konnte die Dienststelle nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder freien Fußes verlassen. Gegen ihn ermittelt die Bundespolizei wegen Einschleusens von Ausländern.

Am selben Tag verhafteten die Zivilfahnder auch einen albanischen Staatsangehörigen wegen des Verdachts der Einschleusung. Der 25-Jährige hatte drei Landsmänner, 21, 23 und 28 Jahre alt, mit dem Pkw über die Grenze befördert. Anders als ihr Fahrer verfügten sie nicht über Papiere, die zum Aufenthalt in Deutschland berechtigt hätten. Auf Höhe Piding war für die drei die Autobahnfahrt in Richtung München zu Ende. Sie mussten das Land inzwischen wieder verlassen, jeder mit einer Anzeige wegen illegaler Einreise im Gepäck. Auf den Ältesten von ihnen dürfte auch noch ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung zukommen. Die Bundespolizisten fanden bei seiner Durchsuchung einen albanischen Führerschein, der als Fälschung entlarvt werden konnte. Ihr „Chauffeur“ befindet sich bereits hinter „schwedischen Gardinen“. Das Amtsgericht in Laufen ordnete die Untersuchungshaft an.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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