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Haftbefehle im Stundentakt

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Landkreis - Ein ausgesprochen glückliches Händchen bewiesen die Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein am Donnerstagabend bei ihren Kontrollen

Serbin mit Haftbefehl wegen räuberischem Diebstahl festgenommen

Gegen 19.30 Uhr schlugen die Fahnder der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein zum ersten mal zu: nach erfolgter Einreise über die A8 wurde in Piding bei der Überprüfung eines PKW mit serbischer Zulassung bei der 49 Jahre alten Ehefrau des Fahrers festgestellt, dass für sie ein Haftbefehl wegen räuberischem Diebstahl vorlag. Sie war vom zuständigen Gericht im Jahr 2001 wegen gemeinschaftlichen Diebstahls und gemeinschaftlichen räuberischen Diebstahls zu einer achtzehnmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Nachdem sie während ihrer Bewährungszeit wegen Diebstählen wieder straffällig geworden war, wurde sie erneut zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt. Die Serbin wird am Freitag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Deutsch-Tscheche wegen Betrug mit Haftbefehl gesucht

Um 21.15 Uhr stellte sich der nächste Erfolg in Gestalt eines aus Österreich kommenden Doppelstaatlers ein. Der 31-jährige Tscheche, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, wurde auf der A8 in Anger einer Kontrolle unterzogen. Der Polizeicomputer zeigte bei der Überprüfung der Personalien eine Treffermeldung an, weil gegen den Kellner, der als Saisonarbeiter in Österreich tätig war, ein Haftbefehl wegen Betrug vorlag. Er war zu einer Haftstrafe von neunzig Tagen, ersatzweise zu einer Geldstrafe in Höhe von etwa 3700 Euro verurteilt worden. Er bemühte sich zwar, die geforderte Summe mit Hilfe seiner Verwandten aufzubringen, was ihm jedoch nicht gelang. Er wird am Freitag in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Zeitgleiche Festnahmen eines illegal eingereisten Kosovaren und eines mit Haftbefehl gesuchten Türken bei zwei Kontrollen

Um 21.30 Uhr gelang zwei Streifen ein Doppelschlag. In einem mit vier Männern besetzten PKW mit österreichischer Zulassung wurde in Piding zunächst festgestellt, dass ein 27 Jahre alter Kosovare zwar einen gültigen kosovarischen Reisepass besaß, aber lediglich über einen seit Februar 2010 abgelaufenen slowenischen Aufenthaltstitel verfügte. Die Überprüfung bei den österreichischen Behörden ergab zudem, dass er dort Asyl beantragt hatte und ausgewiesen worden war. Woher der Mann jetzt kam und wo er sich die letzten Monate aufhielt, liegt im Dunkeln. Er wurde in Haft genommen und wird am Freitag dem Richter vorgeführt. Der Fahrer des PKW, ein 39-jähriger österreichischer Staatsbürger kosovarischer Abstammung, wurde wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise angezeigt und nach der Sachbearbeitung auf freien Fuß gesetzt.

Zeitgleich kontrollierte eine andere Streife ebenfalls in Piding einen gemieteten Kleinbus, der mit fünf türkischen und deutschen Staatsangehörigen besetzt war. Bei einem der Türken ergab die Abfrage der Personalien, dass gegen den 45 Jahre alten Solaranlagenbauer aus Bremen ein Haftbefehl wegen Erschleichen von Leistungen vorlag. Er hätte entweder eine Strafe in Höhe von insgesamt 311 Euro bezahlen oder eine Haftstrafe von 31 Tagen antreten müssen. Mit Hilfe seiner vier Arbeitskollegen gelang es ihm, den geforderten Betrag aufzubringen, so dass die fünf Männer mit einiger Zeitverzögerung ihre Reise nach Bremen fortsetzen konnten.

Bei rumänischem „Führerscheintourist“ Autofahrt unterbunden

Am 19.11.2010 kontrollierten die Beamten der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein gegen 0.05 Uhr einen Mercedes E 200 mit deutschem Ausfuhrkennzeichen nach dessen Einreise in die Bundesrepublik Deutschland auf der A8 auf Höhe Anger. Der Fahrer, ein 24 Jahre alter Rumäne, legte den Fahndern auf Verlangen einen rumänischen Personalausweis und einen rumänischen Führerschein aus dem Jahr 2009 vor. Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass dem Mann von der zuständigen Führerscheinbehörde in München das Recht aberkannt worden war, seinen rumänischen Führerschein in Deutschland zu benutzen. Auf Grund dessen, dass er zum Zeitpunkt des Erwerbs seines rumänischen Führerscheines in Deutschland wohnhaft war, wurde diese Fahrerlaubnis von den deutschen Behörden nicht anerkannt. Er wurde wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Sein Fahrzeug musste er stehen und sich von seiner Freundin aus München abholen lassen. Ihn erwartet nun eine empfindliche Geldstrafe, abgesehen davon, dass er seine rumänische Fahrerlaubnis für Fahrten in Deutschland umsonst gemacht hat.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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