Schleierfahnder mit guter Rauschgiftspürnase

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Spezialdose als Schmuggelversteck – „Gras“ und „Koks“ sichergestellt.

Traunstein - Einen bereits vor einem Jahr mit Drogen erwischten 43-Jährigen zog die Polizei nun wieder aus dem Verkehr. Zudem missbrauchten zwei Tschechen eine Red-Bull-Dose als Drogenversteck.

Wie sich die Fälle doch gleichen. Erst vor gut einem Jahr hatten Beamte der Würzburger Polizei einen 43-jährigen österreichischen Geschäftsmann wegen Drogenbesitzes aus dem Verkehr gezogen. Jetzt erwischten ihn die Schleierfahnder auf der Autobahn bei Piding als er mit einem österreichischen Kleintransporter trotz Entzug seiner Fahrerlaubnis hinter dem Steuer saß. Wie sich auf der Dienststelle herausstellte stand der Österreicher auch diesmal wieder unter Drogeneinfluss.

Zuvor hatte er noch versucht, seine mitgeführte Tagesration an Amphetamin unbemerkt aus dem Fahrzeug zu entsorgen. In der Folge musste der Mann das ihm sicherlich noch bestens bekannte polizeiliche Komplettprogramm, wie Drogenschnelltest, Blutentnahme und Anzeigenaufnahme über sich ergehen lassen.

Am späten Donnerstagnachmittag hatte eine Streifenbesatzung den mit österreichischem Probefahrtkennzeichen versehenen Peugeot Boxer an der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord zu einer Kontrolle angehalten. Im Rahmen der Überprüfung stellte sich schnell heraus, dass dem Fahrer aufgrund einer Drogenfahrt sein österreichischer „Lappen“ entzogen worden war.

Auch damals hatte der Geschäftsmann „Speed“ konsumiert. Im aktuellen Fall bemerkte ein aufmerksamer Beamter, dass der Beschuldigte, der bereits auf dem Weg zur Dienststelle auf dem Beifahrersitz Platz nehmen musste, zwei kleine Gegen-stände aus dem Seitenfenster warf. Bei der späteren Absuche fanden die Fahnder dann zwei Konsumeinheiten der harten Droge „Chrystal“ in der Wiese.

Wegen der Drogenfahrt und des Amphetaminschmuggels sowie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis droht dem Österreich nach Vorliegen des toxikologischen Gutachtens eine empfindliche Strafe. Nach Einbehaltung einer angemessenen Kaution durfte der Geschäftsreisende die Dienststelle wieder verlassen.

Ein alter Bekannter der Schleierfahnder ging einer Zivilstreife am Freitagvormittag gegen 8.00 Uhr auf der Bundesstraße 21 im Bereich der Abzweigung zum Buchenhof ins Netz. Obwohl der 27-jährige Mazedonier vor rund eineinhalb Jahren wegen illegaler Einreise festgenommen und mit einem Einreiseverbot belegt worden war, wollte der mittlerweile als Asylbewerber im Nachbarland gemeldete Mann, diesmal über das „Kleine deutsche Eck“ in Richtung Lofer zur Arbeit fahren.

Der 46-jährige Chauffeur, ein ebenfalls in Oberösterreich wohnhafter serbischer Monteur, musste sich wegen der vermeintlichen Abkürzung über das Bundesgebiet wegen Beihilfe verantworten. Dass der Ex-Jugoslawe weder einen erforderlichen Reisepass noch einen Führerschein mitführte, brachte ihm darüberhinaus eine weitere Anzeige ein. Im Gegensatz zu seinem Beifahrer, der am Freitag wegen der erneuten illegaler Einreise dem zuständigen Ermittlungsrichter zur Haftprüfung vorgeführt wird, durfte der Serbe zurück nach Österreich reisen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag stoppten die Fahnder eine tschechischen S-Klasse auf der Münchner Autobahn auf Höhe der Ausfahrt Piding. Die Insassen des Mercedes, zwei junge Tschechen, der Fahrer im Alter von 30 Jahren und sein 23-jähriger Begleiter, befanden sich auf der Durchreise nach Italien.

Da der Beifahrer sichtlich nervös wirkte, konzentrierten sich die Fahnder sogleich auf dessen Nahbereich und wurden auch schnell fündig. In einer Zigarettenschachtel hatte er eine Kleinmenge Marihuana versteckt. Die weitere Suche im Fahrzeug gestaltete sich dann mehr als ergiebig.

Neben einer aufschraubbaren Red-Bull-Dose, die randvoll mit Drogen vollgestopft war, kamen so insgesamt knapp 10 g „Gras“ und eine Konsumeinheit Kokain zum Vorschein. Das in diverse Folien und Tütchen verpackte Rauschgift, samt Spezialschmuggeldose, wurde eingezogen. Nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung wurde der in Italien als Reiseleiter tätige Tscheche wieder entlassen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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