Schildkröten in Kühlbox geschmuggelt

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Sechs mit Tape umwickelte Schildkröten und eine vom Zoll bereits befreite Schildkröte auf dem Deckel der Kühlbox

Piding - Da staunten die Zöllner nicht schlecht, als sie in einer Kühlbox sieben Schildkröten entdeckten. Die Tiere waren lebend in blaues Tape eingewickelt worden.

Die Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Rosenheim hatten Anfang der Woche auf der Autobahn Salzburg- München bei Piding einen Kleintransporter kontrolliert. In einer Kühlbox fanden sie sieben lebende Schildkröten. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs fiel den Zöllnern auf, dass der 60-jährige Bosnier mit deutschem Pass ohne ersichtlichen Grund eine Kühlbox vom Beifahrersitz nahm und einige Meter neben dem Fahrzeug abstellte. Der Aufforderung des Zöllners, die Kühlbox zu öffnen, kam der Mann nur sehr zögerlich nach. Unter Lebensmitteln versteckt fand der Beamte dann auch sieben Päckchen, die komplett mit blauem Tape umwickelt waren. Erst mit Nachdruck gab der Mann zu, dass es sich bei deren Inhalt um „Griechische Landschildkröten“ handelte, die er nach Baden Württemberg bringen wollte.

Da diese Art von Schildkröten nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen besonders geschützt sind, wurden die Tiere beschlagnahmt und gegen den Mann ein Strafverfahren eingeleitet. Zuvor beeilten sich die Beamten jedoch, die armen Tiere aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die etwa 20 Zentimeter großen Schildkröten wurden zur Auffangstation für Reptilien nach München gebracht. Weil der Schmuggler schon einmal gegen das Naturschutzgesetz verstoßen hat, dürfte die Strafe diesmal wohl etwas härter ausfallen.

Pressemeldung Hauptzollamt Rosenheim

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