Ohne Führerschein, dafür mit Fahne unterwegs!

Piding - Gleich zwei Männer gingen der Bundespolizei am Wochenende ins Netz. Beide wurden per Haftbefehl gesucht. Einer der beiden wurde ins Gefängnis gebracht.

Ein österreichischer und ein rumänischer Staatsangehöriger sind am Wochenende im Fahndungsnetz der Bundespolizei auf der A8 hängengeblieben. Beide wurden wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis mit Haftbefehl gesucht. Während der Rumäne in einem Reisebus unterwegs war, fuhr der Österreicher mit dem Auto nach Deutschland – ohne Führerschein, dafür aber mit einer „Fahne“.

An der Anschlussstelle Piding zogen die Bundespolizisten aus Bad Reichenhall am Sonntag einen in Österreich zugelassenen Wagen aus dem Verkehr. Bei der Kontrolle bemerkten die Beamten im Wageninneren sofort einen starken Alkoholgeruch. Eine Atemalkoholkontrolle ergab, dass der 36-Jährige mit 0,64 Promille unterwegs war. Die Überprüfung seiner Personalien brachte zudem ans Licht, dass der Mann aus Oberösterreich von der Staatsanwaltschaft Traunstein mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Er war vom Amtsgericht in Laufen wegen einer früheren Autofahrt ohne Führerschein zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro oder 30 Tagen Freiheitsentzug verurteilt worden. Der Verhaftete konnte die geforderte Summe zahlen. Damit blieb ihm der Gang ins Gefängnis erspart. Wegen seiner Trunkenheitsfahrt, die er noch dazu ohne gültige Fahrerlaubnis absolviert hatte, wird er allerdings wieder mit einem Strafverfahren rechnen müssen.

Dagegen machte ein 25-Jähriger aus Rumänien mit der Justizvollzugsanstalt in Bad Reichenhall Bekanntschaft. Der Fahrgast eines Reisebusses wurde Tags zuvor von der Bundespolizei ebenfalls nahe Piding kontrolliert. Wie sich mithilfe des Polizeicomputers herausstellte, war er wegen unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs sowie Fahrens ohne Führerschein verurteilt worden. Seit August suchten die Staatsanwaltschaften Stuttgart und Lörrach jeweils mit einem Haftbefehl nach dem polizeibekannten Rumänen, der insgesamt 1.560 Euro Strafe zu zahlen hat.

Mit seiner Busfahrt nach Deutschland verstieß er außerdem gegen ein Einreiseverbot. Das Ausländeramt in Stuttgart hatte ihm wegen zurückliegender Vergehen die Freizügigkeit aberkannt. Auf richterliche Anordnung hin wurde er am Sonntag bis zur Eröffnung seines Strafverfahrens wegen unerlaubter Einreise vorerst ins Gefängnis eingeliefert. Sollte er bis dahin – abgesehen von einer möglichen erneuten Verurteilung – die Strafen aus den zurückliegenden Urteilen nicht begleichen können, steht ihm ersatzweise zumindest eine 81-tägige Freiheitsstrafe bevor.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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