An den Bahnhöfen in Freilassing und Bad Reichenhall:

Über 70 Flüchtlinge in Gewahrsam genommen

Bad Reichenhall/Freilassing - Seit Freitag hat die Bundespolizei über 70 illegal Eingereiste in Gewahrsam genommen. Die meisten von ihnen erzählten eine ähnliche Geschichte:

Bundespolizisten haben am Dienstag, 19. Mai, elf unerlaubt Eingereiste am Bahnhof Freilassing in Gewahrsam genommen. Offenbar wurden die Personen von einem Schleuser dort abgesetzt. Allein in den letzten fünf Tagen wurden an den Bahnhöfen im Berchtesgadener Land rund 70 Geschleuste auf gleiche Weise ausgesetzt.

In den frühen Morgenstunden kontrollierten Freilassinger Fahnder auf dem Bahnhofsgelände eine Gruppe ausländischer Personen. Keiner von ihnen hatte die erforderlichen Papiere dabei. Eigenen Angaben zufolge stammen die neun Erwachsenen und zwei Kinder aus Syrien und dem Irak. Am Bahnhof soll sie ein unbekannter Schleuser aufgefordert haben, sein Fahrzeug zu verlassen und mit dem Zug weiterzufahren.

Erst einen Tag zuvor hatten Schleierfahnder ebenfalls am Bahnhof in Freilassing 17 syrische Staatsangehörige festgestellt, die nicht über die notwendigen Aufenthaltsdokumente verfügten. In den Diensträumen der Bundespolizei berichtete einer von ihnen, dass in Budapest etwa 25 Personen zeitversetzt mit sechs Fahrzeugen in Richtung Bundesrepublik aufgebrochen wären.

Seit Freitag haben die Beamten über 70 unerlaubt Eingereiste an den Bahnhöfen Freilassing und Bad Reichenhall in Gewahrsam genommen, die von ihren Fahrern abgesetzt wurden. Die Bundespolizei geht von organisierten Schleusungen aus und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Pressemeldung Bundespolizei

Rubriklistenbild: © dpa

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