Schleuser mit abenteuerlichsten Ausreden

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Piding – Die Polizei erwischte auf der A8 einen Schleuser - die sechs Flüchtlinge im Auto überraschten die Beamten dabei nicht so sehr, wie die Geschichten, die sie aufgetischt bekamen.

Die Bundespolizei hat am Mittwoch, 12. November, einen mutmaßlichen Schleuser auf der A8 festgenommen. Im Wagen des 62-Jährigen befanden sich sechs afghanische Staatsangehörige ohne Ausweispapiere. Mehr als Lügengeschichten fielen dem Portugiesen dazu allerdings offenbar nicht ein.

Freilassinger Fahnder kontrollierten auf Höhe Bad Reichenhall die Insassen eines deutschen Mietwagens. Lediglich der aus Portugal stammende Fahrer konnte sich ausweisen. Seine sechs afghanischen Begleiter im Alter von 14 bis 22 Jahren hatten keine Dokumente dabei. Die Beamten gingen davon aus, dass es sich um eine organisierte Schleusung handelte. Sie nahmen alle sieben Personen mit zur Dienststelle. Dort erzählte der 62-jährige Fahrzeugführer ausschweifende Geschichten von Bordellbesuchen, Urlaub bei Freunden und geschäftlichen Kontakten, die seine angeblich geplante Fahrt von Ungarn über München und Frankfurt nach London erklären sollten. Die jungen Afghanen habe er dabei rein zufällig an einer Raststätte in Budapest getroffen und aus Mitleid mitgenommen. Geld hätte er dafür natürlich nicht verlangt.

Sowohl die Bundespolizisten als auch der Haftrichter schenkten den „Lügenmärchen“ des Geschäftsmannes keinen Glauben. Er wurde zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall eingeliefert. Die vier minderjährigen Geschleusten konnten der Obhut des Jugendamtes übergeben werden. Ihre beiden volljährigen Begleiter wurden an die Flüchtlingsstelle weitergeleitet.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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