Diebstahl

Irische Diebesbande gestoppt

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Bad Reichenhall - Wachsam war eine Polizeistreife: Weil ihnen zwei irische Wohnwagengespanne seltsam erschienen zogen sie sie auf dem Verkehr. Ein Volltreffer!

Am 25. November, gegen 22.30 Uhr, beobachtete eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein zwei irische Wohnwagengespanne bei der Einreise ins Bundesgebiet über den Autobahngrenzübergang Bad Reichenhall. Bei der Anhaltung konnte dann allerdings nur das führende Auto  aus dem Verkehr gezogen werden. Etwas erstaunt darüber, dass die offensichtlich zusammengehörige „Reisegruppe“ nicht gemeinsam anhielt, begnügten sich die Beamten dann aber doch mit dem einen Gespann.

In dem Toyota Avensis befanden sich zwei Personen, der 22-jährige Fahrer und sein 32-jähriger Beifahrer, beide irische Staatsangehörige und aus der Grafschaft Mayo stammend. Die Beiden konnten zwar sich selbst ausweisen und die Zulassung für das Zugfahrzeug vorlegen, für den Wohnanhänger hatten sie allerdings nichts dabei. Als die Beamten daraufhin den Camper näher in Augenschein nahmen, stellten sie schnell fest, dass das Schloss der Türe aufgestochen worden war. Auch war an der Fahrgestellnummer herummanipuliert worden.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung wurde das andere Gespann dann an der Tankstelle Hochfelln-Nord angetroffen, allerdings versperrt und verlassen. Die erste „Außenrum“ Kontrolle ergab, dass auch bei diesem Wohnwagen das Türschloss beschädigt war. Abermals wurden Manipulationen an der Fahrzeugidentifizierungsnummer festgestellt.

Blieb noch das Problem, wo waren die Insassen des Toyota Hyace? Einer Polizeistreife der Polizeiinspektion Traunstein fiel dann im Ortsgebiet von Siegsdorf ein britischer VW-Sharan auf, welcher ja eventuell zu den Iren gehören könnte. Bei der daraufhin durchgeführten Kontrolle der Fahrzeuginsassen bestätigte sich dann dieser Verdacht. Im Sharan befanden sich fünf irische Männer im Alter von 21 bis 34 Jahren, wobei drei der Männer den gleichen Nachnamen hatten wie die zwei bereits festgenommenen. Doch was noch viel aussagekräftiger die Zugehörigkeit der Männer zu dem an der Rastanlage Hochfelln abgestellten Wohnanhängergespann war - sie führten den passenden Autoschlüssel zu dem Toyota Hyace mit sich!

Alle Personen sowie das Wohnwagengespann wurden zur Dienststelle der Polizeiinspektion Fahndung nach Urwies verbracht. Bei der Befragung der Fahrer, wie sie denn in den Besitz der Wohnanhänger gekommen waren und woher sie denn jetzt kommen würden, verstrickten die Beiden sich in Widersprüche.

Über die mittlerweile ermittelten Originalfahrgestellnummern der beiden Camper konnten für jeden eine Ausschreibung im Fahndungssystem festgestellt werden:

Der zuerst angehaltene Anhänger der Marke Hobby war am 18. November durch die slowenischen Behörden ausgeschrieben worden. Sein Restwert beläuft sich auf etwa 18.500 Euro.

Ebenfalls am 18. November war der zweite Wohnanhänger auch zur Sicherstellung ausgeschrieben worden, allerdings von den Niederlanden. Der Restwert des Campers der Marke Wilk beläuft sich auf in etwa auf 19.000 Euro.

Die Sachbearbeitung wurde von der zuständigen Kriminaldienststelle übernommen, gegen die beiden Fahrer wurde am darauf folgenden Tag vom Richter Haftbefehl erlassen. Die anderen Beteiligten wurden nach erfolgter Anzeigenerstattung auf freien Fuß gesetzt, diese erwarten ihren Strafbefehl per Post.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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