38-Jähriger ins Gefängnis gebracht

Polizei stoppt gefährliche Großschleusung

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Die Bundespolizei ermittelt gegen einen 38-jährigen Rumänen, der beschuldigt wird, 16 Afghanen unter sehr gefährlichen Umständen in die Bundesrepublik geschleust zu haben.

Bad Reichenhall - Zollbeamte stoppten am Dienstag einen 38-jährigen Rumänen. Seine Ladung: 16 Personen, die ungesichert auf dem Transporterboden saßen!

Nahe der Anschlussstelle Piding stoppten Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege Traunstein einen in Rumänien zugelassenen Kastenwagen. Auf der Ladefläche trafen die Beamten auf 16 Personen, die ungesichert auf dem Boden saßen. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um Minderjährige und junge Männer aus Afghanistan. Papiere für die Einreise oder den Aufenthalt in Deutschland hatten sie nicht.

Sie wurden in Gewahrsam genommen und zusammen mit ihrem mutmaßlichen Schleuser zum Bundespolizeirevier in Bad Reichenhall gebracht. Dort gab der 38-Jährige an, dass er diese Fahrt unternommen hätte, um sich etwas dazu zu verdienen. Es sei ihm bewusst gewesen, dass es höchst gefährlich ist, Menschen auf der Ladefläche zu transportieren. Gestört hat es ihn aber offenbar nicht.

Die Bundespolizisten führten den Mann beim Amtsgericht in Laufen vor. Auf richterliche Anordnung hin, wurde er in München ins Gefängnis eingeliefert. Neun der Geschleusten wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen an die Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Die übrigen sieben waren noch nicht volljährig und konnten der Obhut des Jugendamtes anvertraut werden.

Pressemeldung: Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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