Schleierfahnder greifen 53 Flüchtlinge auf

Bad Reichenhall - Schleierfahnder haben entlang der Autobahn Salzburg-München insgesamt 53 Flüchtlinge aufgegriffen. Hinweise führten zur Festnahme von drei Schleusern:

Am frühen Donnerstagmorgen, den 21. Mai, haben die Schleierfahnder aus Piding entlang der Autobahn Salzburg-München innerhalb von vier Stunden insgesamt 53 Flüchtlinge verschiedenster Nationalitäten aufgegriffen. Hinweise aus der Bevölkerung führten zur Festnahme von drei Schleusern, die an das Fachkommissariat Grenze der Kriminalpolizei übergeben wurden. Der Bereitschaftsdienst der Rettungsdienste versorgte die Asylbewerber auf dem Gelände der Polizeiinspektion Fahndung.

Die erste von fünf Schleusungen erfolgte gegen 3.30 Uhr, als ein 33-jähriger slowakischer Staatsangehöriger vier irakische Männer mit seinem VW-Golf auf der Autobahn über die Grenze brachte. Das Fahrzeug wurde an der Behelfsausfahrt Anger angehalten und die fünf Insassen vorläufig festgenommen. Knapp zwei Stunden später, gegen 05.30 Uhr, meldete ein Bewohner aus Anger insgesamt acht Personen mit afrikanischem Aussehen, die sich im Ortsteil Aufham aufhalten sollen. Die Überprüfung des Hinweises führte zum Aufgriff von sechs irakischen, eines türkischen und eines syrischen Staatsangehörigen.

Der nächste Hinweis auf eine Schleusung erfolgte an die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums gegen 06.00 Uhr in der Früh. In Neukirchen hatte ein schwedischer Kleintransporter neun syrische Flüchtlinge ausgesetzt und war anschließend auf der Autobahn in Richtung Salzburg gefahren. Das Fahrzeug konnte an der Behelfsausfahrt Anger aufgenommen und zur Dienststelle im Pidinger Ortsteil Urwies geleitet werden. Im Kleintransporter befanden sich zwei schwedische Männer im Alter von 33 und 24 Jahren, die wegen des Verdachts des Einschleusens und der Unterschlagung eines Kraftfahrzeuges festgenommen wurden. Die Überprüfung des Kleintransporters ergab, dass der Transporter von den schwedischen Behörden zur Sicherstellung ausgeschrieben war.

Wiederum an der Behelfsausfahrt Anger ließ ein weißer Pkw gegen 06.45 Uhr vier afghanische Flüchtlinge aussteigen, die kurze Zeit später neben der Autobahn aufgegriffen wurden. Das Schleuserfahrzeug konnte nicht mehr angetroffen werden. Kurze Zeit später, gegen 07.15 Uhr, wurden 28 Männer, Frauen und Kinder, überwiegend aus Afghanistan, Pakistan und Iran, gemeldet, die sich zu Fuß auf der Teisendorfer Straße in Richtung Neukirchen befanden. Die Gruppe wurde ebenfalls aufgegriffen und zur Dienststelle der Polizeiinspektion Fahndung verbracht. Damit befanden sich auf dem Areal der Dienststelle seit dem frühen Vormittag insgesamt 53 Flüchtlinge verschiedenster Nationalitäten, deren Versorgung, u.a. mit warmen Speisen und Getränken, durch den Bereitschaftsdienst des Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes sichergestellt wurden. Nach Abschluss der polizeilichen Sachbearbeitung, ein Teil konnte mit Unterstützung der Bundespolizei bewältigt werden, wurden die Flüchtlinge einer Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber zugeleitet. Die drei Schleuser und der sichergestellte Kleintransporter wurden an das Fachkommissariat Grenze der Kriminalpolizei Traunstein übergeben.

 

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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