Pressemeldung Polizeiinspektion Berchtesgaden

Drogenpräventionstag in der CJD Buchenhöhe

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von links nach rechts: Martin Bauregger, Daniel Bechtel, Marco Balonier, Walter Schreyer

Bad Reichenhall - Bereits zum dritten Mal präsentierten die Caritas Bad Reichenhall, das Landratsamt Berchtesgadener Land und die Polizei Berchtesgaden einen Drogenpräventionstag an der CJD Buchenhöhe.

Die Pressemeldung im Wortlaut

Bereits zum dritten Mal präsentierten die Caritas Bad Reichenhall, das Landratsamt Berchtesgadener Land und die Polizei Berchtesgaden einen Drogenpräventionstag an der CJD Buchenhöhe. Neu war dieses Mal, dass die Referenten drei "Workshops" einrichteten, wodurch die Teilnehmer in 15er Gruppen rotieren konnten. Organisator der Veranstaltung war Dipl. Sozialpädagoge Martin Bauregger von der CJD Berchtesgaden.

"m Workshop von Dipl. Sozialpädagogen Marco Balonier von der Caritas Fachambulanz durften die Jugendlichen ihre Fragen rund um das Thema Sucht und Drogen einbringen. "Welche Motive stecken hinter dem Wunsch Drogen oder auch Alkohol zu konsumieren?" Diese Frage gab den Jugendlichen zum Einstieg die Möglichkeit die eigenen Gewohnheiten zu reflektieren. Oftmals sei es ein schmaler Grat vom Konsum zum Missbrauch, insbesondere dann, wenn die Droge über Probleme hinweghelfen soll. Wo lauern Risiken und Gefahren, und was können Alternativen zum Konsum von Drogen sein, waren weitere Themen welche die Jugendlichen mit großem Engagement bearbeiteten.

Der Workshop von dem stellvertretenden Dienststellenleiter der Polizei Berchtesgaden, Walter Schreyer thematisierte die Fragen rund um den Konsum/Besitz von illegalen Drogen und die strafrechtlichen Konsequenzen.

Der Polizeihauptkommissar beleuchte dabei die verschiedenen Strafgesetze, die bei illegalen Stoffen bzw. Substanzen zur Anwendung kommen können.

U.a. erklärte er das seit 26.11.2016 in Kraft getretenen NpSG. (Neue psychoaktive-Stoffe- Gesetz). Der Gesetzgeber reagierte dabei auf das Auftreten und die Verbreitung immer neuer chemischer Varianten psychoaktiver Stoffe, welche eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit darstellen. Sichtlich erstaunt zeigten sich die Teilnehmer, dass so ziemlich jeglicher Umgang mit Betäubungsmitteln unter Strafe gestellt ist, sofern die behördliche Erlaubnis fehlt. Abschließend berichtete der Polizeihauptkommissar, welche Maßnahmen die Polizei bei einem Verstoß trifft und welche Folgen neben einer Strafanzeige möglich sind.

Daniel Bechtel, Leiter des Fachbereiches Straßenverkehrswesen am Landratsamt Berchtesgadener Land, zu dessen Bereich auch die Führerscheinstelle gehört, beleuchtete die Alkohol- und Drogenproblematik im Zusammenhang mit dem Führerschein. Hr. Bechtel ging insbesondere auf die Themen "welche Folgen es hat, wenn man mit Alkohol oder Drogen auffällig geworden ist und einen Führerschein beantragen möchte oder bereits einen besitzt", "was kommt in solch einem Fall auf denjenigen/diejenige alles zu und was bedeutet MPU", "was ist unter Abstinenznachweisen zu verstehen", "welche Kosten entstehen wenn man während der Probezeit mit Drogen oder Alkohol auffällig wird" und "was kann ein Führerscheinverlust bei einer Alkohol- oder Drogenproblematik für Folgen für den Ausbildungsplatz oder das Leben nach sich ziehen".

Manch ein Teilnehmer war erstaunt, was es bedeutet mit Alkohol und Drogen im Sinne der Fahrerlaubnisverordnung auffällig zu werden. Das hohe Interesse und die Rückfragen zeigten, dass dieses Thema auf großes Interesse gestoßen ist und so manche irrtümliche Informationen, die u.a. in sozialen Netzen zu lesen sind, konnten berichtigt und klargestellt werden. Durch die lebendigen und fachlich fundierten Ausführungen von Herrn Bechtel wurde deutlich, wie wichtig es ist sich persönlich mit dieser Thematik zu beschäftigen.

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