Bundespolizei stoppt Großschleusung:

Syrer mussten bis zu 10.000 Dollar berappen

Bad Reichenhall - Am Montag beendete die Polizei gleich nach der Grenze eine großanlegte Schleusung. Der "ahnungslose" russische Fahrer landete im Gefängnis:

Die Bundespolizei hat am Montag, den 20. April, auf der A8 Salzburg Richtung München einen Mietwagen mit österreichischen Kennzeichen gestoppt. Der russische Fahrer beförderte insgesamt acht Personen. Er wird beschuldigt, seine syrischen und irakischen Begleiter gegen Bezahlung eingeschleust zu haben. Inzwischen befindet er sich in einer Haftanstalt.

Auf Höhe Piding zogen die Bundespolizisten eine in Österreich angemietete Großraumlimousine aus dem Verkehr. Am Steuer saß ein 30-jähriger Russe, der sich mit einer österreichischen Aufenthaltsgenehmigung ausweisen konnte. Bei seinen Begleitern handelt es sich eigenen Angaben zufolge um vier Syrer und vier Iraker im Alter von 18 bis 44 Jahren. Sie erklärten, dass sie allein für die Schleusung von der Türkei nach Deutschland zwischen 8.500 Euro und 10.000 Dollar zahlen mussten.

Start der letzten Etappe war offenbar in Budapest. Der Fahrzeugführer gab sich zunächst ahnungslos, gestand aber bei einer ersten Befragung im Bad Reichenhaller Bundespolizeirevier, dass es ihm in erster Linie auf die Bezahlung angekommen wäre. Hintermänner einer Schleuserorganisation hätten ihm 2.000 Euro plus Miet- und Benzinkosten angeboten. Auf richterliche Anordnung hin wurde der Mann in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall eingeliefert. Seine unerlaubt eingereisten Mitfahrer konnten nach ihren Vernehmungen der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet werden.

Pressemeldung der Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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