Ehrliche Finder: Ein Anruf im Wüsten-Emirat

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Bad Reichenhall - Ob da die Versuchung nicht doch groß war? Ein Rentnerpaar fand auf dem Heimweg einen prall gefüllten Geldbeutel, der einer arabischen Familie gehörte.

Nicht schlecht staunte ein älteres Ehepaar aus der Ramsau, als es von Bad Reichenhall kommend auf dem Heimweg war. Am Weinkaser fand es mitten auf der Straße einen schwarzen größeren Geldbeutel. Kurzentschlossen hielt der 77-jährige Mann an und nahm den Geldbeutel von der Straße. Im Geldbeutel befanden sich neben mehr als 1.000 Euro sowie knapp 1.000 SFR auch die gesamten Dokumente einer Familie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

So wie er es damals von seinen Eltern gelernt hatte, brachte er den Geldbeutel ohne langes Zögern zur Polizei nach Bad Reichenhall. Dort wurde ihm eine Fundanzeige ausgestellt.

Über die im Geldbeutel aufgefundenen Quittungen konnte ermittelt werden, dass sich die Familie kurz zuvor beim Seightseeing in Salzburg befand und vermutlich Urlaub in Zell am See macht. Zum Glück der arabischen Gäste, konnte auf einem Dokument eine Zahlenfolge festgestellt werden, welche der Sachbearbeiter als Telefonnummer vermutete. Über das Internet wurde noch die Vorwahl des Wüstenstaates ermittelt werden.

Als die Polizeibeamten die zusammengestellte Nummer wählten, meldete sich tatsächlich eine männliche Person, welche sich als Eigentümer der verlorenengegangenen Gegenstände herausstellte. Der Urlauber machte sich auf schnellsten Weg zurück nach Bad Reichenhall und nahm seinen Geldbeutel samt vollständigen Inhalt freudestrahlend an sich. Er war über die Ehrlichkeit der bayerischen Einwohner sehr erfreut. Er sicherte zu, sich mit dem Finder aus der Ramsau in Verbindung zu setzen.

Pressemeldung Polizei Bad Reichenhall

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