Vergewaltiger auf A8 gestoppt

Bad Reichenhall - Vergewaltigung, Raub, Drogen und Erpressung - die Liste der Verbrechen des erwischten illegal Eingereisten ist lang. Donnerstagnacht wurde er gefasst.

Donnerstagnacht (7. Februar) hat die Bundespolizei einen Schweden auf der A8 verhaftet. Der Mann war vor einigen Jahren wegen seiner kriminellen Karriere aus Deutschland abgeschoben worden. Offenbar versuchte er nun, in Deutschland wieder Fuß zu fassen. Damit verstieß er nicht nur gegen ein Einreiseverbot, sondern muss auch eine längere Restfreiheitsstrafe wegen Vergewaltigung antreten.

Fahnder der Freilassinger Bundespolizei zogen nahe der Anschlussstelle Bad Reichenhall einen Wagen mit österreichischer Zulassung aus dem Verkehr. Die Insassen hatten verschiedene Nationalitäten und waren in Richtung München unterwegs. Für einen von ihnen sollte die Fahrt allerdings mit der nächtlichen Kontrolle enden. Die Beamten fanden mithilfe des Polizeicomputers heraus, dass der schwedische Staatsangehörige eine beachtliche kriminelle Vergangenheit hat: Er trat unter anderem schon wegen räuberischen Diebstahls, Drogendelikten und räuberischer Erpressung in Erscheinung. Letztmals wurde er vom Amtsgericht München wegen Vergewaltigung in Verbindung mit sexueller Nötigung und Freiheitsberaubung verurteilt.

Nachdem er einen Teil seiner mehrjährigen Freiheitsstrafe verbüßt hatte, wurde er 2008 aus Deutschland abgeschoben. Die Münchner Ausländerbehörde entzog dem Schweden bosnischer Herkunft das Aufenthaltsrecht für Deutschland und verhängte ein Einreiseverbot. Sein Versuch, sich über dieses Verbot hinwegzusetzen, ist nun jedoch an der Bundespolizei gescheitert. Mit seiner Fahrt nach Deutschland hat er selbst dafür gesorgt, dass der Rest der Freiheitsstrafe, der ihm mit der Abschiebung erspart geblieben war, wieder fällig wurde. Die Beamten lieferten ihn in eine Justizvollzugsanstalt ein. Da sie zuvor bei der Durchsuchung des 25-Jährigen zwei Tütchen mit einer kleineren Menge Marihuana fanden, dürfte sein Strafregister nicht nur wegen der unerlaubten Einreise, sondern auch aufgrund des Betäubungsmitteldelikts weiter anwachsen. Nach seinem 323-tägigen Haftaufenthalt wird er sich voraussichtlich für diese Taten zu verantworten haben, ehe er das Land wieder verlassen muss.

Pressemitteilung Bundespolizei

Rubriklistenbild: © Symbolfoto der Bundespolizei

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