Polizeiorchester Bayern ein voller Erfolg!

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Traunreut - „Die einzige Polizei, die bei jedem Auftritt Applaus erhält“ – so stellte sich das Polizeiorchester Bayern am Dienstagabend im Traunreuter k1 vor.

Zu Gunsten des Pfarrheim-Neubaues St. Georgen spielte das 45-köpfige Orchester neun Stücke aus den unterschiedlichsten musikalischen Genres mit Schwerpunkt auf klassische Meisterwerke.

Taunreuts 1. Bürgermeister Franz Parzinger und Kirchenpfleger Alois Dandl hießen mit einem Grußwort alle Besucher und Ehrengäste herzlich willkommen.Eine besondere Begrüßung erhielten Leitender Ministerialrat Hubertus Andrä sowie die Leiter der Trostberger und Traunreuter Polizei, ebenso die geistlichen Vertreter beider Konfessionen. Initiatorin und Hauptorganisatorin des gelungenen Konzertabends war Kirchenchormitglied Marianne Kapfer aus St. Georgen.

Über 300 Gäste hatten sich im Traunreuter k1-Saal eingefunden, um den musikalisch anspruchsvollen Darbietungen des Polizeiorchesters unter der Leitung von Professor Johann Mösenbichler, der sein Ensemble meisterlich-schwungvoll zu leiten wusste, zu lauschen.

Durch die abwechslungsreiche Zusammenstellung und Vielzahl sowie Vielfalt der Stücke konnten die Musiker jeden einzelnen Besucher in ihren Bann ziehen, da jede Darbietung auf ihre Weise in eine atypisch-magische Welt entführte.

Die Zuhörer konnten sowohl durch signifikanten Klang als auch verzaubernde Harmonie der Instrumente den Alltag hinter sich lassen und ihre Sinne neuen Wahrnehmungsformen öffnen.

Durch den gut zweistündigen Abend führte der Moderator Wolfgang Koch, der für die musikalisch-kulturell interessierten Besuchern zu jedem Musikstück eine kleine Vorgeschichte über Leben, Werk und Konzeption des jeweiligen Künstlers parat hatte, was essentiell zu einem tieferen Verständnis der Kompositionen beitrug.

Ein grandioses Werk wurde gleich zu Beginn präsentiert. Aus der romantischen Oper „Der Freischütz“ von Weber, welche in Originalfassung etwa drei Stunden dauert, trug das Orchester eine Ouvertüre in manigfaltigen Klangfarben vor, die das Publikum verzauberte und bereits die ersten Töne in eine Welt fern der unseren entführten.

Der Walzer „Münchner Kindl“ von Karl Komcak verspricht weit mehr als sein banaler Titel. Kennt man die Lebensgeschichte Komcaks bezieht man sämtliche Regungen der teils tragisch-fatal, teils erhaben-andächtig ertönenden Klarinetten auf dessen ureigenste Existenz. Dieser Walzer ergibt eine Zusammenfassung des Lebens und eines tragischen Todes. Im Übrigen erinnert die aller Komposition zugrundeliegender Erhabenheit des einfachen Stücks beinahe an das Genie Tschaikovskys.

Der Höhepunkt schlechthin war jedoch die Präsentation der „Villanelle“ von Paul Dukas. Dank des Solisten Tomas Topolski (übrigens jüngstes Mitglied des Korps) steigerte sich die Begeisterung des faszinierten Publikums erneut. Er mischte die mannigfaltigen Nuancen seines Hornsolos ausgezeichnet unter die restlichen Instrumente, welche trotz – oder dank - der verschiedenartigen Klangfarben eine großartige Harmonie verströmten.

Am Ende des kurzweiligen und beschwingten Abends wurden die Akteure durch rauschenden Applaus zu zweimaliger Zugabe aufgefordert, die das Publikum mit mindestens noch einmal so viel Applaus und Jubel honorierte.

Pressemeldung Polizeistation Traunreut

Quelle: chiemgau24.de

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