Party nicht angemeldet: Polizei beendet "Hüttenfestl"

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Teisendorf - Stark bertunkene Minderjährige hat die Polizei in der Nacht auf Sonntag bei einem "Hüttenfestl" angetroffen. Die Beamten beendeten die Party - als "Dank" gab es ein Hakenkreuz aufs Polizeiauto.

Am Sonntag, gegen 2 Uhr, führten Beamte des Einsatzzuges Traunstein eine Jugendschutzkontrolle auf einem sogenannten „Hüttenfestl“ im Gemeindebereich von Teisendorf durch. Gut 100 Besucher hielten sich zu diesem Zeitpunkt noch am Veranstaltungsort auf und feierten dort mit Musik, Bier und Hochprozentigem. Die erforderliche Anzeige der sichtlich öffentlichen Veranstaltung war wohl zur Vermeidung kostspieliger Auflagen und aus steuerrechtlichen Gründen unterlassen worden. Bei der Kontrolle stellten die Beamten totz der späten Stunde noch 17 Minderjährige im Alter zwischen 15 und 17 Jahren fest.

Fast alle Jugendliche hatten übermäßig Alkohol konsumiert. Die festgestellten Werte lagen deutlich über 1 Promille. In einem Fall wurde bei einem 17-Jährigen ein Wert von knapp 1,5 Promille gemessen. Die Polizei beendete die illegale Feier – sämtliche Jugendliche wurden der Obhut der Erziehungsberechtigten übergeben. Gegen die Veranstalter wird nun Anzeige wegen Verstößen nach dem Jugendschutzgesetz sowie der Gewerbeordnung erstattet. Im Zuge der Kontrolle konnten zwei junge Männer ihr alkoholbestimmtes Temprament nicht in Zügeln halten.

Ein 26-jähriger Freilassinger, dem die Polzei mehrfach einen Platzverweis erteilte, ereiferte sich so über die Maßnahme, dass er einen eingesetzten Beamten wiederholt beleidigte. Einem 19-Jährigen aus Anger fiel nichts Blöderes ein, als vor den Augen der Polzei ein Hakenkreuz auf die Seitenscheibe des Dienstfahrzeuges zu schmieren. Gegen beide Personen wird Strafanzeige erstattet. Mit einem wasserfesten Eding hinterlies ein bislang noch Unbekannter seine Handschrift auf einem anderen Polizeidienstfahrzeug.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser