Grenzgebiet: Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab

Piding/Urwies - Der Flüchtlingsstrom über die Grenze des österreichisch-bayerischen Grenzgebiets reißt nicht ab. Allein am Wochenende wurden über 60 Personen aufgegriffen.

Die Flüchtlingssituation im bayerisch-österreichischem Grenzgebiet bleibt weiterhin angespannt. Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein griffen allein an diesem Wochenende 64 Personen nach unerlaubter Einreise in das Bundesgebiet auf. Die Personen stammen aus Syrien, dem Irak und aus Afghanistan. Der überwiegende Anteil wurde in Gruppen zwischen acht bis fünfzehn Personen in Kleintransportern eingeschleust. Insgesamt vier Schleuser konnten auf frischer Tat festgenommen werden.

Die Schleusungen im Einzelnen

Freitag, 15. Mai, 20 Uhr: Zehn Flüchtlinge aus dem Irak werden im Stadtgebiet von Freilassing gemeldet. Sie wurden von Schleusern im Stadtgebiet abgesetzt.

21 Uhr: Im Bereich Laufen melden Anwohner der dortigen Polizeiinspektion eine Personengruppe mit 10 ebenfalls aus dem Irak stammenden Personen. Auch sie wurden von Schleusern dort abgesetzt.

Drei weitere Personengruppen wurden durch Kräfte der Bundespolizei um 21 Uhr und 22 Uhr in Freilassing und Bad Reichenhall aufgegriffen.

Am Samstag 16. Mai, 5 Uhr melden Anwohner aus Anger 12 Iraker über Notruf der Polizei. Sie wurden dort vor einer Bäckerei angetroffen.

Bereits um 8 Uhr wurde im nördlichen Stadtbereich Freilassing acht Personen aus Syrien gemeldet und von Schleierfahndern aufgegriffen. Zur selben Zeit greifen Kräfte der Bundespolizei vier weitere Syrer in Freilassing auf.

Am Sonntag setzten sich die Einschleusungen fort

In den frühen Morgenstunden konnten Fahndungskräfte der Schleierfahndung einen mutmaßlichen Schleuser auf der BAB A 8 stellen. Der aus Österreich stammende Mann hatte kurz zuvor drei Syrer in das Bundesgebiet eingeschleust.

Ebenso in den späten Nachmittagsstunden. Ein im Bundesgebiet wohnhafter türkischer Staatsangehöriger hatte mit seinem Pkw drei syrische Staatsangehörige über den ehemaligen Grenzübergang Walserberg-Autobahn in das Bundesgebiet verbracht. Gegen die mutmaßlichen Schleuser ermittelt nun die Kriminalpolizei.

Alle aufgegriffenen Personen wurden nach Stellung eines Asylantrages an die Zentrale Aufnahmeeinrichtung in München weitergeleitet.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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