Schleusung auf A8 beendet

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Piding/Teisendorf - Für 15.000 Euro von der Türkei aus nach München: Das konnte keine normale Reise sein, wie auch die Bundespolizei schnell festgestellt hat.

Die Freilassinger Bundespolizei hat sowohl am Montag, 14. Oktober, als auch am Dienstag, 15. Oktober, mehrere afghanische Staatsangehörige in Gewahrsam genommen. Bei Piding griffen die Beamten eine siebenköpfige Familie, darunter drei Kinder, auf.

Die Bundespolizisten kontrollierten die aus Afghanistan stammenden Insassen eines in Ungarn zugelassenen Wagens auf der A8. Ihr Fahrer, ein 31-jähriger Ungar, führte einen gültigen Ausweis mit. Seine Passagiere allerdings hatten keine Dokumente bei sich. Der ungarische Fahrer wird sich nun wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen. Er gab in der Vernehmung zu, dass ihm von einem Mittelsmann insgesamt 450 Euro für die Mitnahme der Familie von Budapest bis nach München versprochen worden waren. Die Afghanen erklärten, dass sie für ihre Schleusung von der Türkei aus insgesamt 15.000 Euro zahlen mussten. Sie stellten ein Schutzersuchen und wurden als Asylsuchende der Flüchtlingsstelle in München zugeleitet.

Junge Afghanen im Zug aufgegriffen

Ähnlich erging es zwei jungen Afghanen am Vortag. Die beiden 15- und 17-Jährigen waren im Railjet von Salzburg nach München unterwegs. In Teisendorf endete ihre Reise. Sie konnten den Beamten keine Dokumente vorweisen und gaben an, eigentlich nach Schweden zu wollen. Letztlich wurden sie als Asylsuchende ebenfalls nach München weitergeleitet.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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