Kosovaren mussten wieder umkehren

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Piding/Laufen – Einmal mehr hat die Polizei auf der A8 eine illegale Einreise verhindert. Vier Insassen eines Autos mussten das Land direkt wieder verlassen.

Die Freilassinger Bundespolizei hat am Dienstag, 9. April, einen Franzosen ins Gefängnis gebracht. Das Amtsgericht in Laufen ordnete an, den mutmaßlichen Schleuser in Untersuchungshaft zu nehmen. Fahnder stoppten ihn auf der A8, nachdem er vier ausweislose Kosovaren mit seinem Auto nach Deutschland befördert hatte – aus purer Gefälligkeit, wie er beteuerte.

Die Bundespolizisten zogen das voll besetzte Auto auf der Autobahn Salzburg – München an der Anschlussstelle Piding aus dem Verkehr. Der Fahrer, ein französischer Staatsangehöriger konnte sich ordnungsgemäß ausweisen, seine vier Mitfahrer hingegen nicht. Keiner von ihnen hatte Papiere dabei. Daher wurden sie in Gewahrsam genommen und beschuldigt unerlaubt eingereist zu sein. Sie gaben an, aus dem Kosovo zu stammen und für ihre Schleusung zwischen zwei und dreitausend Euro pro Person gezahlt zu haben. Dem Fahrzeugführer aus Frankreich warfen die Ermittler vor, als Schleuser tätig gewesen zu sein.

Der 40-Jährige versicherte, dass er die vier Mitfahrer aus reiner Gefälligkeit mitgenommen habe. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge hatte ein unbekannter Schlepper die Geschleusten bis zu einer Rastanlage in Österreich gefahren. Von dort aus nahm sie dann der Franzose mit, der ursprünglich ebenfalls aus dem Kosovo stammt. Er wurde beim Laufener Amtsgericht vorgeführt und anschließend in die Justizvollzugsanstalt in Traunstein eingeliefert. Während er sich in Untersuchungshaft befindet, ermittelt die Bundespolizei gegen ihn und mögliche Hintermänner der organisierten Schleusung. Die Kosovaren hingegen mussten das Land nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder in Richtung Heimat verlassen.

Pressemeltung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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