29-jähriger Schleuser aus dem Verkehr gezogen

Piding - Ein ungarischer Schleuser wurde von der Bundespolizei aus dem Verkehr gezogen. Statt zusätzlicher Einnahmen sicherte sich der 29-Jährige einen Zellenplatz:

Die Bundespolizei hat am 10. März auf der Autobahn Salzburg – München einen Ungarn verhaftet. Der 29-Jährige wollte sich offenbar mit der Beförderung von syrischen Staatsangehörigen ein Zubrot verdienen. Statt zusätzlicher Einnahmen kassierte der Mann aber eine Strafanzeige wegen Einschleusens von Ausländern. Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft.

Freilassinger Fahnder kontrollierten auf Höhe Piding die Insassen eines Mietwagens. Neben dem ungarischen Fahrer befanden sich sieben syrische Staatsangehörige im Fahrzeug. Sie hatten keine Papiere für die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland dabei. Die Männer im Alter von 16 bis 52 Jahren waren ersten Erkenntnissen zufolge mithilfe verschiedener Schlepper auf unterschiedlichen Routen bis nach Ungarn gelangt. In Budapest mussten sie vorab einem Mittelsmann jeweils die Hälfte des ausgemachten Fahrpreises für die Weiterfahrt nach Deutschland zahlen. Die restlichen 200 Euro pro Person kassierte der arbeitslose Ungar. Mit den Fahrdiensten wollte er sich eigenen Angaben zufolge ein Zubrot verdienen.

Den mutmaßlichen Schleuser erwartet ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern. Auf Anordnung des Haftrichters wurde er in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall eingeliefert. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten die unerlaubt eingereisten Syrer der Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet werden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © dpa

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