Ungarische Schleuser auf A8 gestoppt

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Die Bundespolizei stoppte zwei ungarische Schleuser und nahm sie fest.

Piding - Zwei ungarische Schleuser brachten zehn Afghanen über die Grenze - vermutlich für mehrere hundert Euro. Die Bundespolizei machte der Schleusung nahe Piding ein Ende.

Die Bundespolizei hat am Dienstag, den 26. November, auf der A8 zwei mutmaßliche Schleuser aus Ungarn festgenommen. Der eine brachte sechs, der andere vier afghanische Staatsangehörige mit dem Auto über die deutsch-österreichische Grenze.

Während die beiden Fahrzeugführer einen kriminellen Hintergrund ihrer Fahrten ausschlossen, gehen die Ermittler von organisierten und teuer bezahlten Schleusungen aus. Mittlerweile befinden sich die Ungarn im Gefängnis. Die insgesamt zehn Afghanen konnten sich bei der Kontrolle nahe der Anschlussstelle Piding nicht ausweisen.

Nach eigenen Angaben handelt es sich um sechs Erwachsene im Alter zwischen 18 und 35 Jahren sowie um vier Minderjährige, 10, 14, 16 und 17 Jahre alt. Ersten Erkenntnissen zufolge kostete die mehrwöchige Schleusung von Afghanistan über Ungarn nach Deutschland pro Person zwischen 4500 und 9000 Euro.

Die Fahrer kassierten nach derzeitigem Ermittlungsstand für ihre Dienste mehrere hundert Euro. Bei der Durchsuchung der Fahrzeuge fanden die Freilassinger Bundespolizisten in einem Wagen unter einer Fußmatte ungarische Asylkarten. Diese konnten einigen der geschleusten Afghanen zugeordnet werden. Offenbar hatten sie erst vor kurzem in Ungarn einen Asylantrag gestellt. Der Zehn- und der 14-Jährige wurden dem Jugendamt, die übrigen acht unerlaubt Eingereisten zunächst einer Aufnahmeeinrichtung in München überstellt.

Über ihren weiteren Verbleib in der Bundesrepublik wird die für Flüchtlinge zuständige Behörde entscheiden. Den vorübergehenden Aufenthalt der ungarischen Fahrer hat bereits das Amtsgericht in Laufen geregelt. Beide mussten in der Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall die Untersuchungshaft antreten.

Pressemitteilung Bundespolizei Rosenheim

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