Vergeblicher Täuschungsversuch

Piding - Ein vergeblicher Täuschungsversuch mit bulgarischen Dokumenten brachte fünf Afghanen die Festnahme ein. Einer davon wanderte gar in Untersuchungshaft:

Die Bundespolizei hat am Mittwoch (11. April) fünf afghanische Staatsangehörige auf der Autobahn Salzburg – München festgenommen. Drei von ihnen wollten die Beamten mit gefälschten Papieren täuschen – vergeblich. Die anderen beiden stehen im Verdacht, als Schleuser tätig gewesen zu sein. Die Ermittlungen dauern an.

An der Anschlussstelle Piding Nord zogen die Fahnder der Bundespolizei einen Pkw mit schwedischen Kennzeichen aus dem Verkehr. Alle Insassen konnten sich ausweisen. Der 20-jährige Fahrer hatte eine Aufenthaltsgenehmigung für Schweden, sein Beifahrer, 45 Jahre alt, einen deutschen Flüchtlingspass. Die Begleiter auf der Rückbank zeigten bulgarische Papiere vor. Rasch entlarvten die Bundespolizisten die vermeintlichen Urkunden aus Bulgarien als Fälschungen. Daraufhin räumten die drei Personen ein, aus Afghanistan zu stammen. Als Ziel ihrer Reise gaben sie Deutschland an. Gegen sie ermittelt die Bundespolizei in Bad Reichenhall wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise. Die Afghanen im Alter von 20, 40 und 50 Jahren konnten inzwischen an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München weitergeleitet werden.

Der Fahrzeugführer und dessen Beifahrer, ebenfalls afghanischer Abstammung, wurden wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt. Während der 45-Jährige, der einen festen Wohnsitz in Deutschland nachweisen konnte, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Polizeigewahrsam entlassen wurde, musste der 20-Jährige in eine Haftanstalt eingeliefert werden. Das Amtsgericht Laufen ordnete seine Untersuchungshaft an.

Pressemeldung Bundespolizei

Rubriklistenbild: © dpa

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