Schleuser mit Messer und Elektroschocker

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Piding - Gleich hinter der Grenze war für einen ungarischen Schleuser die Reise von Budapest nach Frankfurt zu Ende. Aufgrund seines "Gepäcks" erwartet ihn zusätzlicher Ärger:

Bundespolizisten haben am Samstag, 29. November, einen mutmaßlichen Schleuser auf der A8, Höhe Piding, festgenommen. Im Wagen des Ungarn befanden sich sieben syrische Staatsangehörige ohne Einreisepapiere. Zudem hatte der 34-Jährige verbotene Waffen dabei. Er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Freilassinger Fahnder kontrollierten die Insassen des Transporters mit ungarischer Zulassung an der Anschlussstelle Piding Nord. Der Fahrer konnte sich mit einer Identitätskarte ausweisen. Im Fond des Wagens befanden sich sieben arabische Personen ohne die erforderlichen Einreisedokumente. Bei der Durchsuchung des ungarischen Fahrzeugführers fanden die Beamten zudem einen Elektroschocker sowie ein Einhandmesser in dessen Jackentaschen. Die Waffen wurden beschlagnahmt.

Die Fahnder nahmen alle acht Personen mit zur Dienststelle. Dort gab der ungarische Fahrer an, über den Eintrag bei einer Mitfahrzentrale von einem Mittelsmann kontaktiert worden zu sein. Insgesamt 450 Euro seien ihm für die Tour von Budapest bis nach Frankfurt in Aussicht gestellt worden. Die syrischen Männer im Alter von 23 bis 52 Jahren sagten aus, dass sie bis zu 6.000 Euro pro Person für die Schleusung von der Türkei bis nach Deutschland gezahlt hatten.

Alle Sieben stellten ein Schutzersuchen und wurden der Flüchtlingsstelle in München zugeleitet. Den Ungarn lieferten die Bundespolizisten zur Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall ein. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern. Außerdem wird er sich wegen des Mitführens verbotener Waffen verantworten müssen.

Pressemeldung Bundespolizei

Rubriklistenbild: © dpa

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