Polizeikontrolle auf der A8

Türken illegal nach Deutschland eingeschleust

Piding - Zwei Schleuser wurden in Piding beim Versuch gestoppt, türkische Landsleute nach Deutschland zu bringen. Diese "Serviceleistung" ließen sie sich entsprechend entlohnen.

In den Abendstunden wurde am Mittwoch ein Renault aus dem Schweizer Kanton St. Gallen durch Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein kurz nach der Einreise aus Österreich auf der A8 kontrolliert.

Wie die Fahnder schnell feststellen konnten, besaß keiner der sechs türkischen Insassen - darunter zwei Kinder im Alter von sieben und neun Jahren - die für die Einreise nach Deutschland erforderlichen Dokumente. 

Da der Anfangsverdacht für ein Vergehen des Einschleusens von Ausländern vorlag, wurden alle Personen vorläufig festgenommen und auf die Dienststelle nach Piding/Urwies gebracht.

Wie die Ermittlungen im Laufe des Donnerstags ergaben, handelt es sich bei Fahrer und Beifahrer um legal in der Schweiz lebende Türken. Diese hatten von den zwei Erwachsenen mit Kindern einen hohen Bargeldbetrag erhalten, um sie über die Grenze in die Bundesrepublik zu bringen. Ziel der Reise war das Stellen eines Asylantrags in Deutschland.

Ein Teil des "Schleuserlohns" wurde noch beim Fahrer aufgefunden und daraufhin beschlagnahmt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Traunstein wurden die beiden Schleuser im Anschluss wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie werden sich in Kürze vor Gericht verantworten und mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen müssen. 

Die vier Geschleusten wurden ebenfalls nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen entlassen und an eine Erstaufnahmeeinrichtung in München weitergeleitet.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance/Carsten Rehde

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