"Führerschein-Tourismus" lohnt sich nicht

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Piding - Die Polizei konnte einen Türken aus dem Verkehr ziehen, der ohne gültigen Führerschein unterwegs war. Allerdings hatte die Geschichte kuriose Begleitumstände:

Am 29. März, in den frühen Morgenstunden, kontrollierten die Pidinger Schleierfahnder auf der A 8 einen österreichischen Kleintransporter. Der 27-jährige türkische Fahrer des Sprinters händigte bei der Kontrolle einen tschechischen Führerschein aus, welcher den, auch um diese Uhrzeit schon hellwachen Fahndern, sofort als Fälschung auffiel. Bei den nachfolgenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Türke bereits im Jahre 2006 schon einmal in Erscheinung trat, als er bei einer Kontrolle einen totalgefälschen türkischen Führerschein aushändigte.

Auf den Vorhalt, dass es sich bei dem tschechischen Führerschein um eine Fälschung handle, reagierte der Fahrer irritiert. Er gab an, dass er, nachdem er mit dem falschen türkischen Führerschein keinen Erfolg hatte, sich in der Tschechei bei einer Fahrschule angemeldet hatte, und dort über 2000 Euro bezahlte, einige Fahrstunden besuchte, und dann diesen Führerschein ausgehändigt bekam. Er wunderte sich damals schon, dass an dem Gebäude nirgends erkennbar war, dass es sich dabei um eine Fahrschule handeln solle, aber schließlich könne er ja kein Tschechisch.

Damit muss der 27-jährige Türke empfindlich feststellen, dass sich „Führerscheintourismus“ nicht lohnt, denn zum einen ist er in der Tschechei einer Betrügerbande aufgesessen und zum anderen addieren sich zu dem bereites für den Führerschein bezahlten Geld nun auch noch die Kosten des Verfahrens und eine Geldstrafe in angemessener Höhe.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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