Die Quittung kam nach einem Jahr

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Piding - Ein mit Haftbefehl gesuchter Slowake ging am Pfingstmontag den Beamten der Schleierfahndung ins Netz. Bereits vor einem Jahr lief die Fahndung nach dem 23-jährigem an.

Vor knapp einem Jahr hatten Rosenheimer Fahnder einen damals 21-jährigen Slowaken in Begleitung dreier Landsleute auf der Autobahn im Bereich von Rohrdorf aus dem Verkehr gezogen. Die „Reisegruppe“ befand sich damals mit einem nicht zugelassen bzw. versicherten Ford Escort auf der Fahrt in Richtung Heimat. Ferner stellte sich heraus, dass die am Fahrzeug angebrachten amtlichen deutschen Kennzeichen erst wenige Tage zuvor in Baden Württemberg „geklaut“ wurden.

Am Pfingstmontag, gegen 21.20 Uhr, kontrollierte eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein einen mit mehreren Personen besetzten slowakischen Opel Vectra. Ein Mitfahrer davon war der, mittlerweile 23-jährige, Mitbürger aus der Slowakei.

Jetzt holte den völlig überraschten Slowaken seine Vergangenheit ein. In seiner Abwesenheit hatte die Staatsanwaltschaft Traunstein - Zweigstelle Rosenheim u.a. wegen des Tatvorwurfs der Urkundenfälschung, einen rechtskräftigen Strafbefehl erlassen. Für den ungelernten Hilfsarbeiter hieß es nun rund 2.000 Euro bei den Schleierfahnder in Piding aufzubringen oder für 70 Tage in die nächste JVA einzurücken. Mangels Geldmittel blieb für den Mann lediglich die zweite Alternative übrig.

Nachdem keinerlei Aussicht auf Zahlung der Geldstrafe bestand, wurde der Gesuchte am Dienstag an die Justizbeamten der Haftanstalt übergeben.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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