Von der A8 direkt in den Knast

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Piding - Die Schleierfahnder bewiesen in den vergangenen Tagen wieder den richtigen Riecher: Auf der A8 ging ihnen nicht nur ein Bandenmitglied ins Netz.

Bandenmitglied wollte mit geliehenem Personalausweis nach Deutschland

Heute, am 30. Oktober, wurde am frühen Morgen ein ungarischer Wagen von den Pidinger Schleierfahndern kontrolliert.

Im Fahrzeug befanden sich drei Männer, die Richtung Frankreich unterwegs waren. Zwei konnten sich zunächst ordnungsgemäß ausweisen. Der dritte hatte keinerlei Dokumente bei sich. Um seine Identität abzuklären, wurde das Trio gebeten mit zur Dienststelle in Piding-Urwies zu kommen. Hier wurden von dem Ausweislosen Fingerabdrücke genommen und die angegebenen Personalien in Ungarn überprüft. Kurze Zeit später kam die Mitteilung, dass der Ungar die Wahrheit gesagt hatte.

Die beiden anderen Personen wurden im Fahndungsbestand überprüft, hier konnte festgestellt werden, dass der Beifahrer eine Fahndungsnotiz unter den in der ungarischen ID-Karte eingetragenen Personalien hatte.

Nun wurde ein Person-Lichtbild-Vergleich durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass es sich nicht um die gleiche Person handelte.

Daraufhin wurden auch von diesem Reisenden die Fingerabdrücke genommen und mit denen im Zentralbestand des Bundeskriminalamts verglichen. Zu der Person wurden einliegende Fingerabdrücke gefunden.

Unter den Echtpersonalien besteht gegen die Person ein Haftbefehl wegen Bandendiebstahl von der Staatsanwaltschaft Augsburg.

Der Ungar muss noch eine Restfreiheitsstrafe von fast drei Jahren in Deutschland absitzen. Er hatte in den letzten acht Jahren an mindesten vier schweren Diebstählen als Bandenmitglied mitgewirkt. Aufgrund der Schwere der Taten wurde dem EU-Bürger das Betretungsrecht für die Bundesrepublik aberkannt.

Um trotzdem nach Deutschland zu kommen, lieh er sich den Ausweis eines Freundes aus. Nun kommt zu der Verbüßung der Restfreiheitsstrafe noch eine Anzeige wegen Missbrauch von Ausweispapieren und unerlaubter Einreise dazu. Der Ungar wird in die nächstgelegene Justizvollzugsanstalt (JVA) eingeliefert.

Ohne Visum, dafür mit zuviel Tabak unterwegs

Gestern, 29. Oktober, wurde ein britischer Geländewagen an der Anschlussstelle Bad Reichenhall, durch eine Streife der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein kontrolliert. Fahrer war ein türkischer Staatsangehöriger der seit längerem in Großbritannien lebt.

Er konnte auch die erforderlichen Dokumente für das Fahrzeug und zur Fahrerlaubnis vorweisen. Was er jedoch nicht bedacht hatte war, dass er als Türke für die Durchreise durch die Schengenstaaten auch ein Visum benötigte. Da half ihm auch die britische Aufenthaltsgenehmigung nichts, da das Königreich kein Mitgliedsstaat des Schengenbundes ist.

Die Überprüfung der mitgeführten Sachen brachte ein paar Stoffsäcke zutage, die mit Tabak gefüllt waren. Hierbei handelte es sich um mehrere Kilogramm Tabakblätter. Auf Vorhalt gab der Reisende an, er habe sie von Verwandten in der Türkei bekommen.

Hiervon wurde der deutsche Zoll in Kenntnis gesetzt, der die weitere Sachbearbeitung bezüglich der Einfuhr des Tabaks und der damit verbundenen Steuerschuld übernahm.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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